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Frühstücksfernsehen

Neue Riesen-Studie: 40 Prozent aller Corona-Infizierten leiden an Long-Covid

21.12.2021 • 10:12

Das Phänomen "Long-Covid" wird ausgiebiger analysiert: Die Unimedizin Mainz hat nun eine Studie zu den Spätfolgen des Coronavirus veröffentlicht. Untersucht wurden über 10.000 Proband:innen im Zeitraum von Oktober 2020 bis Juni 2021. Beispielsweise litten mehr als 40 Prozent der Untersuchten an Long-Covid und berichteten selbst ein halbes Jahr nach überstandener Krankheit immer noch von Symptomen.

Das Phänomen "Long-Covid" wird ausgiebiger analysiert: Die Unimedizin Mainz hat nun eine Studie zu den Spätfolgen des Coronavirus veröffentlicht. Untersucht wurden über 10.000 Proband:innen im Zeitraum von Oktober 2020 bis Juni 2021. Die "Tagesschau" bekam die Ergebnisse vorab und berichtet nun darüber:

Das sind die Ergebnisse der Long-Covid-Studie

So litten mehr als 40 Prozent der Untersuchten an Long-Covid und berichteten selbst ein halbes Jahr nach überstandener Krankheit immer noch von Symptomen wie Müdigkeit, Gedächtnisstörungen oder Kurzatmigkeit. 35 Prozent infizierten sich unwissentlich mit Covid-19 und wurden erst im Nachhinein durch einen Test auf die Infektion aufmerksam gemacht. Dabei klagten sie trotzdem über ähnliche Long-Covid-Symptome.

Knapp 30 Prozent stellten fest, dass sie ihre ursprüngliche Leistungsfähigkeit nicht mehr erreichen können. Ungefähr 15 Prozent gaben an, dass sie sich dauerhaft in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen, mehr als sechs Prozent auch im Beruf.

Größte Überraschung: Viel mehr Frauen leiden unter Long-Covid als Männer

Studienleiter Prof. Dr. Philipp Wild war zudem erstaunt, dass Frauen mit 46 Prozent weitaus häufiger von Long-Covid betroffen waren als Männer (35 Prozent): "Der weibliche und der männliche Stoffwechsel und das Zusammenspiel der Hormone sind unterschiedlich. Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang. Das muss jetzt genauer untersucht werden."

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