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Frühstücksfernsehen

Olaf Scholz signalisiert Offenheit für längere Nutzung von Atomkraft

03.08.2022 • 15:55

Kommt für Bundeskanzler Olaf Scholz doch eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken infrage? Bei einer Besichtigung der Nord-Stream-1-Turbine ruderte er in der AKW-Debatte nun zurück.

Olaf Scholz signalisiert Offenheit für längere Nutzung von Atomkraft

In der Debatte um eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken hatte Olaf Scholz sich zunächst dagegen ausgesprochen. Nun rudert der Bundeskanzler zurück – zumindest teilweise.

Scholz: AKW zumindest für einen kleinen Teil der Stromerzeugung denkbar

Bei einer Besichtigung der in Kanada gewarteten Nord-Stream-1-Turbine in Mülheim an der Ruhr zeigte er sich laut "Zeit"-Informationen nun offen für eine weitere Inbetriebnahme einzelner Werke "ausschließlich […] für die Stromproduktion und nur für einen kleinen Teil davon".

Im gleichen Atemzug verwies Scholz im Zusammenhang mit der Gaskrise auf unterschiedliche Fortschritte beim Ausbau von erneuerbaren Energien in den Bundesländern – und übte erneut Kritik an Bayern.

Bei Besuch in Mülheim: Erneuter Seitenhieb gegen Bayern

Hier sei der Ausbau von Windenergie besonders langsam vorangegangen, genauso wie der Ausbau von Übertragungsnetzen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisierte hingegen die Ampelregierung in den vergangenen Wochen wiederholt für ihre Zurückhaltung in Sachen AKW-Laufzeitverlängerung. Vor einer Entscheidung müsse zunächst das Ergebnis des laufenden Stresstests zur Energieversorgung abgewartet werden, argumentierte Scholz bei seinem Auftritt in Mülheim. Aktuell befinden sich noch drei Kraftwerke im Netz, die sonst Ende Dezember lahmgelegt würden.

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