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Praktisch immun: Warum sich manche Menschen nicht mit Covid-19 anstecken

13.04.2022 • 11:52

Während einige Menschen sogar schon mehrfach mit Covid-19 infiziert waren, scheint es andere nie zu erwischen. Laut einer Studie könnten T-Zellen dafür verantwortlich sein.

Super-resistent gegen Corona

Während einige Menschen sogar schon mehrfach mit Covid-19 infiziert waren, scheint es andere nie zu erwischen. Dem Grund dafür sind britische Forschende auf der Spur. Wie sie in einer im Fachblatt „Nature“ veröffentlichen Studie berichten, sind einige Menschen offenbar super-resistent gegen Covid-19. Für die Studie wurden Proben und Daten von 58 Klinikmitarbeiter:innen analysiert, welche trotz regelmäßiger hoher Infektionsgefahr weder ein positives PCR-Ergebnis noch Anzeichen für Antikörper oder andere Merkmale einer Infektion zeigten. Bei 20 dieser Studienpersonen fanden sich erhöhte Level von T-Zellen, bei 19 davon zusätzlich ein Immunprotein namens IFI 27. Das Protein könnte laut den Forschenden ein Hinweis auf einen vergangenen Kontakt mit Sars-CoV-2 sein. Sie vermuten, dass bei den Studienpersonen eine Art Infektionsabbruch stattfand. Das Virus sei wahrscheinlich in den Körper der Personen gelangt, wurde dort aber so schnell bekämpft, dass es sich nicht vermehren konnte.

T-Zellen verhindern Ausbreitung des Virus

Dafür könnten sogenannte T-Zellen verantwortlich sein. Sie waren laut den Forschenden aktiv gegen Virus-Proteine, die für die Vermehrung der Viren wichtig waren. So kann das Virus im Körper nicht Fuß fassen und keine Krankheit auslösen. Um T-Zellen zu besitzen, muss man allerdings nicht zwingend mit Sars-Cov-2 infiziert worden sein. Es reicht ein herkömmliches Coronavirus, das auch die saisonal auftretende Erkältung auslösen kann.

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