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Frühstücksfernsehen

Putzen ist so ungesund wie regelmäßiges Rauchen!

09.03.2018 • 07:00

Putzmuffel aufgepasst! Jetzt gibt es die perfekte Ausrede. Den Wischmopp schwingen ist nämlich schlecht für die Lunge! Gesundheits-Expertin Charlotte Karlinder weiß mehr!

Eine Studie hat nun herausgefunden, dass Putzen die Lungenfunktion ähnlich stark beeinträchtigt, wie jahrelanges Rauchen.

So hatten Menschen, die 20 Jahre lang als Reinigungskräfte gearbeitet oder im Haushalt geputzt hatten, eine ähnlich stark reduzierte Lungenfunktion, wie Raucher, die täglich 20 Zigaretten konsumierten.

Zunächst eigentlich kein Wunder, denn kleine Partikel aus Reinigungsmitteln zu inhalieren, die eigentlich dazu bestimmt sind, den Boden und nicht die Lungen zu reinigen, sind ungesund. Schuld daran sind die Chemikalien mit denen wir putzen und ständige toxische Substanzen, wie Tenside und Säuren einatmen, die sich dann auf den Schleimhäuten ablagern und so die Atemwege beeinträchtigen. Putzmittel in Sprühflaschen seien dabei besonders gefährlich, da der Sprühnebel die Aufnahme der Substanzen begünstigt.

Im Rahmen einer Studie wurden über einen Zeitraum von 20 Jahren 6230 Teilnehmer regelmäßig befragt und ihre Lungenfunktion getestet. Die meisten Teilnehmer hierbei waren erwachsene Frauen, die regelmäßig im eigenen Haushalt putzen oder als Putzkraft arbeiteten.

Dabei kam heraus, dass die Reinigungskräfte ein 40 Prozent höheres Risiko hatten an Asthma zu erkranken. Zudem zeigten sie in der Studie die schwächsten Lungenfunktionen aller Teilnehmer.

Männer hingegen reagierten weniger extrem auf die Schadstoffe als Frauen. So fand man heraus, dass bei gleichem Putzverhalten die Männer wesentlich besser abschnitten.

Die Experten raten dementsprechend, lieber einen Eimer mit Wasser und Seife zum Putzen zu verwenden.

Man braucht schließlich nicht immer Chemikalien.