Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Pyro-Branche klagt gegen das Feuerwerksverbot zu Silvester

18.12.2021 • 19:51

Der Branchenverband der Feuerwerksindustrie will gerichtlich gegen das erneute Böllerverbot zu Silvester vorgehen.

Der Branchenverband der Feuerwerksindustrie will gerichtlich gegen das erneute Böllerverbot zu Silvester vorgehen.
Das Verkaufsverbot soll am Freitag rechtskräftig gemacht werden. Der Bundesverband Pyrotechnik will dann dagegen im Eilverfahren Klage einreichen. Das kündigte Vorstand Ingo Schubert an.

Böllerverbot sei reine Symbolpolitik

Schubert sprach laut "ntv" von einem "schwarzen Tag für alle Menschen, denen Feuerwerk als Silvesterbrauch oder Beruf am Herzen" liege.
Es gehe "um mehr als Feuerwerk: Mit einem symbolpolitischen Verbot verspielen die Regierungen in Bund und Ländern Vertrauen von Bürgerinnen und Bürgern".
Hintergrund des Feuerwerksverbots ist die aktuell hohe Auslastung der Kliniken mit Corona-Patienten. Weitere Unfälle durch Feuerwerkskörper sollen vermieden werden, um die Krankenhauskapazitäten nicht weiter zu belasten.
Der Pyrotechnik-Vorstand sieht darin jedoch keine Rechtfertigung.
"Noch immer fehlen valide Daten, mit denen sich plausibilisieren ließe, dass ein signifikanter Teil der Verletzungen in der Silvesternacht durch zugelassenes Feuerwerk entsteht", erklärte Schubert. "Für den deutschen Markt zugelassenes Silvesterfeuerwerk unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben, wodurch ernsthafte Verletzungen praktisch auszuschließen sind."

 "Todesstoß für die Feuerwerksbranche"

Keine andere Branche hat einen so kleinen Zeitraum zur Verfügung, in dem sie den Großteil ihrer Einnahmen für das gesamte Jahr erzielt. Die Entscheidung der Politik sei laut Pyro-Verband der "Todesstoß für die gesamte Feuerwerksbranche in Deutschland".

Weitere Videos