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Frühstücksfernsehen

Russland sanktioniert Gazprom Germania

12.05.2022 • 11:32

Russland reagiert auf die Enteignung der deutschen Gazprom-Tochter Gazprom Germania durch die Bundesregierung nun mit Sanktionen. Der Kreml veröffentlichte am Mittwoch (11.05.) eine Liste mit 31 Firmen, mit denen russische Unternehmen fortan keine Geschäfte mehr machen dürfen.

Russland reagiert auf die Enteignung der deutschen Gazprom-Tochter Gazprom Germania durch die Bundesregierung nun mit Sanktionen. Der Kreml veröffentlichte am Mittwoch (11.05.) eine Liste mit 31 Firmen, mit denen russische Unternehmen fortan keine Geschäfte mehr machen dürfen.
Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erklärte laut "n-tv.de", man "werte die Ankündigung aus". Noch lägen aber keine Details vor. Man bereite sich aber auf verschiedene Szenarien vor.
"Das Krisenteam Gas überwacht die aktuelle Lage genau. Aktuell ist die Versorgungssicherheit gewährleistet, sie wird ständig überprüft", sagte eine Sprecherin des Ministeriums.
Gazprom Germania ist Eigentümer weiterer wichtiger Versorgungsunternehmen wie etwa des Gashändlers Wingas oder des Speicherbetreibers Astora. Auch diese stehen auf der russischen Sanktionsliste.

Verbot der Speicherung russischen Gases

Durch die Sanktionen ist nach Angaben der russischen Agentur "Interfax" das Anlegen von Vorräten mit russischem Gas in den Speichern Europas künftig verboten. Wie dieses Verbot durchgesetzt werden soll, ist aber bislang unklar.
Aufgrund unklarerer Rechtsverhältnisse und eines Verstoßes gegen Meldevorschriften hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck Anfang April die Bundesnetzagentur als Treuhänderin von Gazprom Germania eingesetzt.

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