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Frühstücksfernsehen

Schröder: "Kreml will eine Verhandlungslösung"

03.08.2022 • 10:55

"Die gute Nachricht heißt: Der Kreml will eine Verhandlungslösung", das hat der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Gesprächen in Moskau laut der dpa gesagt.

„Die gute Nachricht heißt: Der Kreml will eine Verhandlungslösung“, das hat der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Gesprächen in Moskau laut der dpa gesagt. Das jüngst erzielte Abkommen der Kriegsparteien zu den Getreide-Exporten aus der Ukraine sei ein „erster Erfolg“, den man vielleicht „langsam zu einem Waffenstillstand ausbauen“ könne, sagte das SPD-Mitglied in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ und dem Sender „RTL/ntv“ am 2. August. Er habe sich vorige Woche in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen.

Das sagt Schröder über Erdogan

Der Altkanzler steht seit langem wegen seiner Nähe zu Putin und zur russischen Öl- und Gaswirtschaft in der Kritik. Schröder bezeichnete den Krieg nun erneut als „Fehler der russischen Regierung“, verteidigte aber gleichzeitig seine Kontakte nach Moskau. „Aber warum sollte ich mit Gesprächen, die rechtlich möglich sind und mich und meine Familie nicht in Schwierigkeiten bringen, aufhören?“ fragte er in dem Interview. Ausdrücklich lobte Schröder die Vermittlungsbemühungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in dem Konflikt. „Aber ohne ein Ja aus Washington wird es nicht gehen“, schränkte Schröder mit Blick auf die Haltung der US-Regierung ein.

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