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Schwerwiegende Folgen: Was ein SWIFT-Ausschluss für Russland - und den Westen - bedeuten würde

25.02.2022 • 10:36

Als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine wird aktuell der Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem Swift diskutiert. Welche Folgen hätte das für Russland - und welche für den Westen?

Schwerwiegende Folgen: Was ein SWIFT-Ausschluss für Russland - und den Westen - bedeuten würde

Als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine wird aktuell der Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem Swift diskutiert. Welche Folgen hätte das für Russland - und welche für den Westen?
Im Alltag begegnet uns die "Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication", kurz Swift, beim sogenannten Swift-Code. Dieser ist besser bekannt als BIC-Code, und muss bei Überweisungen angegeben werden.
Anhand dessen werden Banken im internationalen Zahlungsverkehr identifiziert, wie "Business Insider" erläutert.
Würde Russland von Swift ausgeschlossen, käme der Handel mit dem Land wohl zunächst komplett zum Erliegen. Russland könnte importierte Waren nicht mehr bezahlen und auch keine Überweisungen aus dem Ausland empfangen.
Durch die reduzierte Nachfrage nach russischen Waren würde der Rubel wohl massiv an Wert verlieren, wodurch Importe wiederum teurer würden. Ein Teufelskreis, der die russische Wirtschaft hart treffen könnte.

Gaspreise könnten deutlich steigen

Doch auch Europa bekäme ein russisches Swift-Aus wohl deutlich zu spüren: Durch ausbleibende russische Gas-Exporte dürfte der ohnehin hohe Gaspreis noch einmal deutlich steigen.
Zudem könnte ein solches Vorgehen dazu führen, dass Russland, aber auch China, ihre eigenen Swift-Alternativsysteme weiter ausbauen. Der große Vorteil des Swift-Systems, dass darüber Zahlungen zwischen fast allen Ländern abgewickelt werden können, könnte so verloren gehen.

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