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Frühstücksfernsehen

Selenskyj beschuldigt Russland des Völkermordes im Donbass

27.05.2022 • 12:31

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj befürchtet einen weitgehend entvölkerten Donbass und wirft Russland "eine offensichtliche Politik des Völkermords" vor.

Vor allem der Osten der Ukraine steht unter massivem russischen Beschuss.

Selenskyj spricht von einer russischen "Politik des Völkermords"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj befürchtet einen weitgehend entvölkerten Donbass und wirft Russland "eine offensichtliche Politik des Völkermords" vor. "Die laufende Offensive der Besatzer im Donbass könnte die Region menschenleer machen", sagte Selenskyj am 93. Kriegstag (27. Mai) in seiner abendlichen Videoansprache. Die Städte würden zerstört, die Menschen getötet oder verschleppt.

Die Großstädte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk sind derzeit die äußersten ukrainischen Vorposten im Osten. Kämpfe gibt es aber auch schon im Rückraum dieser Städte, damit drohen ukrainische Truppen abgeriegelt zu werden.

Druck auf EU neue Sanktionspakete zu verabschieden

Selenskyj wandte sich an die EU und fragte, warum diese so lange brauche, um ein sechstes Sanktionspaket zu verabschieden. Noch immer verdiene Russland Milliarden mit Energieexporten, noch seien nicht alle russischen Banken sanktioniert. Wie lange müsse die Ukraine darum kämpfen, die notwendigen Waffen zu bekommen, so Selenskyj. "Die Ukraine wird immer ein unabhängiger Staat sein und nicht zerbrechen." Die Frage sei, welchen Preis die Ukraine für ihre Freiheit zahlen müsse.

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