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Frühstücksfernsehen

Söder stimmt Lauterbach zu: "Fanden RKI-Vorschlag alle sehr unglücklich"

22.12.2021 • 10:17

Am 21. Dezember berieten sich Bund und Länder erneut über neue Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Kurz vor der Bund-Länder-Runde forderte das Robert Koch-Institut (RKI) eine sofortige Umsetzung der Kontaktbeschränkungen und sorgte damit für Unmut bei den Politikern.

Am 21. Dezember berieten sich Bund und Länder erneut über neue Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. So gelten ab dem 28. Dezember strengere Kontaktmaßnahmen auch für Geimpfte und Genesene. Kurz vor der Bund-Länder-Runde forderte das Robert Koch-Institut (RKI) eine sofortige Umsetzung der Kontaktbeschränkungen und sorgte damit für Unmut bei den Politikern.

Markus Söder erfuhr aus der Presse von der Forderung

"Es war in der Tat sehr seltsam", sagte Markus Söder kurz nach Beendigung des Corona-Gipfels. Die Ministerpräsidenten haben laut dem CSU-Vorsitzenden während ihrer Beratung in der Presse von der Forderung der Einrichtung erfahren. Der Vorstoß des RKIs sei damit in der Politiker-Runde zunächst auf "Verwirrung und Überraschung" gestoßen.

Die Stellungnahme war nicht mit dem Gesundheitsminister abgestimmt

Nach SPIEGEL-Informationen kritisierte auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach den Vorstoß. Die Veröffentlichung der Stellungnahme sei nicht mit ihm abgestimmt gewesen. "Bei mir gibt es keine wissenschaftliche Zensur", erklärte der SPD-Politiker anschließend.
"An den Beschlüssen ändert das nichts", betonte Söder. Der nächste Corona-Gipfel ist für den 7. Januar geplant.

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