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Frühstücksfernsehen

Stiko-Chef Mertens würde eigenes Grundschulkind nicht impfen lassen

02.12.2021 • 14:53

Die Stiko berät aktuell über die Zulassung der Corona-Impfung für Kinder. Stiko-Chef Mertens sagt, er würde sein sieben Jahre altes Kind momentan nicht impfen lassen.

Stiko-Chef Mertens würde eigenes Grundschulkind nicht impfen lassen

Thomas Mertens, der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), erklärte im "F.A.Z.-Podcast für Deutschland" ganz offen, er würde sein eigenes sieben Jahre altes Kind derzeit nicht impfen lassen. Es gäbe "keinerlei Daten" zur Verträglichkeit in der Altersgruppe der Fünf- bis Elf-Jährigen.

Aussagen über Langzeitschäden seien, aktuellen Publikationen zufolge, deshalb kaum zu treffen. Er betonte, besonders, weil Kinder meist nur leichte Verläufe durchleben würden, müsse man besonders sicher sein, dass die Impfung keine Schäden hinterlässt. Gleichzeitig dürfe die Stiko ihre Meinung nicht von der wechselnden Stimmung in der Politik und der Öffentlichkeit beeinflussen lassen. "Falsche politische Entscheidungen können nicht durch eine Impfung korrigiert werden", sagte er. Außerdem habe er das Gefühl, dass die fehlende Impfbereitschaft bei Erwachsenen nun durch eine Impfung der Kinder ausgeglichen werden soll. 

Empfehlung für Kinder kommt noch dieses Jahr

Eine Empfehlung der Stiko könne um den 11. Dezember erwartet werden, so Mertens. "Sie wird sicher fertig sein, bevor der Kinder-Impfstoff in Deutschland verfügbar ist." Dennoch könne er noch nicht sagen, ob es eine generelle Empfehlung für die Impfung der entsprechenden Altersgruppe geben werde.