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Frühstücksfernsehen

Streeck kritisiert neue Beschlüsse

03.12.2021 • 09:31

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck kritisiert die von Bund und Ländern beschlossenen Verschärfungen der Coronamaßnahmen. Er fürchtet, dass dadurch Infektionen unter Ungeimpften zunehmen.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck kritisiert die von Bund und Ländern beschlossenen Verschärfungen der Coronamaßnahmen. Er fürchtet, dass dadurch Infektionen unter Ungeimpften zunehmen.
"Die Kontakteinschränkungen bergen die Gefahr, dass sich jetzt Ungeimpfte ins Private zurückziehen.", sagte Streeck dem RND.
Die Bund-Länder-Runde hatte am Donnerstag (02.12.) vor allem strengere Vorschriften für Ungeimpfte und eine Ausweitung der 2G-Regel beschlossen.
Streeck bezweifelt, dass die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich kontrolliert werden können: "Wir riskieren Übertragungen unter Ungeimpften, die keinen Grund mehr haben, sich testen zu lassen, sondern durch 2G ausgeschlossen werden."
Stattdessen sollte die Politik dafür sorgen, dass sich die Menschen im Freien treffen und testen lassen.

Einschränkungen vom Infektionsgeschehen abhängig machen

Die beschlossene Reduzierung der Zuschauer bei Fußballspielen begrüßt Streeck, empfiehlt aber, die Stadionauslastung vom "allgemeinen Infektionsgeschehen abhängig zu machen".
Gleiches gälte für eine Maskenpflicht in Schulen: Diese sollte von der Inzidenz abhängen, da Schulkinder die "am häufigsten getesteten Personen in Deutschland" seien, so Streeck.

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