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Studie: Abwärme von Rechenzentren könnte 350.000 Wohnungen versorgen

03.08.2022 • 12:34

Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom könnte es gute Neuigkeiten geben: Denn würden große Rechenzentren abwärmen, könnten beispielsweise kommunale Einrichtungen mit Wärme versorgt werden.

Die Gaskrise zwingt nicht nur hierzulande Unternehmen und Privatpersonen zum Energiesparen, auch im europäischen Ausland machen sich Regierungen bereits Gedanken, wie sie drohende Engpässe verhindern können. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom könnte es gute Neuigkeiten geben: Denn würden große Rechenzentren abwärmen, könnten beispielsweise kommunale Einrichtungen wie Schwimmbäder, aber auch Privatwohnungen und Gewerbegebäude mit Wärme versorgt werden. In Zahlen wären das ganze 350.000 Wohnungen in Deutschland. Die Berechnungen basieren auf einer Studie, die das Borderstep Institute im Auftrag von Bitkom erstellte. In Betracht kämen mittlere und große Rechenzentren, insbesondere in den Regionen Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und München.

Das ist der Haken an der Sache

Allerdings gibt es einen Haken an der ganzen Sache: Um die Abwärme zu nutzen, sind laut Bitkom jedoch zusätzliche Investitionen notwendig. So fehlten Fernwärmenetze oftmals komplett oder seien für die Abwärme der Rechenzentren nicht nutzbar. Die Temperatur der Abwärme liege meist knapp unter der Temperatur der Fernwärmenetze und müsse deshalb mit Hilfe von Wärmepumpen noch leicht erhöht werden. Der Einsatz von Wärmepumpen in Kombination mit der Nutzung von Abwärme sollte deshalb von Netzentgelten befreit werden, forderte Bitkom.

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