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Studie: Immer mehr Menschen von Armut bedroht - Mittelschicht schrumpft

01.12.2021 • 09:52

Immer mehr Menschen sind von Armut bedroht. Die Mittelschicht wird immer kleiner. Demnach seien allein von 2014 bis 2017 rund 22 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 bis 64 Jahren in die untere Einkommensschicht gerutscht.

Immer mehr Menschen sind von Armut bedroht. Die Mittelschicht wird immer kleiner. Das geht aus einer Analyse der Bertelsmann Stiftung und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Demnach seien allein von 2014 bis 2017 rund 22 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 bis 64 Jahren in die untere Einkommensschicht gerutscht - und waren damit laut Untersuchung arm oder von Armut bedroht, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Gefährdet sind all jene, die unter Berücksichtigung der Haushaltsgröße ein verfügbares Einkommen zwischen 75 und 100 Prozent des mittleren Einkommens haben“, so die Studie. Das waren 2018 bei einem Single rund 1.500 bis 2.000 Euro verfügbares Nettoeinkommen, bei Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern 3.000 bis 4.000 Euro. Eine starke Mittelschicht sei jedoch als Basis einer soliden Wirtschaft und einer wohlhabenden Gesellschaft von zentraler Bedeutung, unterstreicht die Studie. Um die Mittelschicht zu stärken, müssten Barrieren auf dem Arbeitsmarkt abgebaut und Frauen stärker in den Blick genommen werden. Sie arbeiteten zwar häufiger als früher, aber oft mit geringer Stundenzahl und in Tätigkeiten, für die sie überqualifiziert seien.

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