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Frühstücksfernsehen

Umgang mit Putin zu naiv? Baerbock übt Selbstkritik an Russlandpolitik

25.02.2022 • 11:12

Annalena Baerbock hat in der ZDF-Sendung "Was nun" Fehler im Umgang mit Russland eingeräumt. Diese müssen nach dem Einmarsch in der Ukraine korrigiert und Moskau international isoliert werden.

Annalena Baerbock hat in der ZDF-Sendung "Was nun" Fehler im Umgang mit Russland eingeräumt.

 

Dort antwortete die Außenministerin auf die Frage, ob der Westen naiv oder gar schwach gegenüber Putin gewesen sei:

 

"Ja und nein."

 

"Wir wurden eiskalt belogen. Der Kanzler wurde belogen, ich vom russischen Außenminister, die gesamte internationale Gemeinschaft."

 

Während der Westen versuchte, den Krieg auf diplomatischem Wege zu vermeiden, spielte Russland auf Zeit und sammelte mehr und mehr Truppen an der Grenze zu seinem Nachbarland. Am Donnerstagmorgen, den 24. Februar, überfiel Russland schließlich die Ukraine.

 

Baerbock warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin deswegen "menschenverachtendes Vorgehen" und "Wahnvorstellungen" vor.

 

Nun sei es wichtig, geschlossen zu sagen: "Wir akzeptieren das nicht als Weltgemeinschaft."

 

Kritik an der Russlandpolitik der Vorgängerregierungen, unter anderem der unter der damaligen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wollte Baerbock nicht üben.

 

Derzeit sei dafür der falsche Moment. Wichtig sei vielmehr, dass Regierung und Opposition nun geschlossen Putins Handeln verurteilten.

 

Nun müsse Russland international isoliert werden.

 

Dies habe man in der Vergangenheit offenbar nicht deutlich genug gesagt und getan.

 

Die Konsequenzen werden auch für Deutschland spürbar sein:

 

Sanktionen gegen Russland würden einen wirtschaftlichen Preis haben, räumte Baerbock ein.

 

"Natürlich werden die Energiepreise steigen", sagte sie. "Aber diesen Preis zahlen wir."

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