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Frühstücksfernsehen

Wachsende Sorge vor Radikalisierung von Corona-Protesten

13.12.2021 • 11:39

In vielen deutschen Städten wurde am Wochenende wieder gegen die Pandemie-Politik demonstriert. Oft blieben diese Proteste friedlich, doch mancherorts wurde es zunehmend aggressiv und es kam zu Ausschreitungen.

In vielen deutschen Städten wurde am Wochenende wieder gegen die Pandemie-Politik demonstriert. Oft blieben diese Proteste friedlich, doch mancherorts wurde es zunehmend aggressiv und es kam zu Ausschreitungen.

Politik zeigt sich besorgt über Corona-Proteste

Die Politik blickt besorgt auf diese Entwicklung. Nach Polizeiangaben wurden in Greiz in Thüringen 14 Beamte verletzt, in Bennewitz bei Leipzig seien Polizisten und Journalisten angegriffen worden. Auch in Reutlingen und Gotha wurden gewaltsame Aufruhre gemeldet.

"Die sind brandgefährlich, weil sie mittlerweile nicht nur reden, schwätzen, sich gegenseitig hochstacheln, sondern auch zu Taten schreiten", äußerte sich der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul besorgt zu dem extremistischen Teil der Protestierenden in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen".

Bärbel Bas: Spürbare Radikalisierung bei Protesten

Auch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas sprach in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" von einer "spürbaren" Radikalisierung bei den Protesten und sieht darin "durchaus eine Gefährdung unserer Demokratie". Sie forderte ein Verbot von Demonstrationen vor Privathäusern von Politiker:innen sowie eine verschärfte Beobachtung von Telegram-Chatgruppen. Denn über den Messengerdienst würden sich viele Kritiker von Maßnahmen vernetzen.

Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig appellierte in der "Bild"-Zeitung an die Gesellschaft, "den Radikalen nicht die Straße [zu] überlassen." Viele würden auch andere Ziele als Corona verfolgen und die emotionale Debatte um die Impfpflicht ausnutzen, um zu spalten.

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