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Wasserstände sinken: Trocknen in Deutschland die Flüsse aus?

01.08.2022 • 11:35

Der Rekordsommer 2022 sorgt für Trockenheit in ganz Europa. So trocknete laut RND bereits der Fluss Po in Italien bis auf eine kleine Rinne aus. Klimaforscher:innen warnen, dass es in Deutschland auch so weit kommen könnte.

Der Rekordsommer 2022 sorgt für Trockenheit in ganz Europa. So trocknete laut RND bereits der Fluss Po in Italien bis auf eine kleine Rinne aus. Klimaforscher:innen warnen, dass es in Deutschland auch so weit kommen könnte.

Es könnte passieren, "dass wir zu Fuß durch den Rhein gehen können".

So sank der Wasserstand des Rheins in Köln in den letzten Wochen massiv. Ende Juli lag der Pegel laut Online-Ausgabe des "Kölner Stadtanzeigers" bei 114 Zentimetern. Das Rekordtief von 67 Zentimetern 2018 wurde damit zwar noch nicht erreicht, Klimaforscher Mojib Latif vom Institut für Ozeanforschung in Kiel befürchtet dennoch, dass es bald passieren könnte, "dass wir zu Fuß durch den Rhein gehen können".
Jörg Belz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) sieht dafür derzeit noch keinen Anlass. "Es gibt derzeit kein gebietsübergreifendes beziehungsweise großräumiges Austrocknen von Flüssen in Deutschland."

Es gibt einen Trend zu "ausgeprägteren Niedrigwassersituationen"

Dennoch stellte auch die BfG für die vergangenen 50 bis 60 Jahre einen Trend zu "ausgeprägteren Niedrigwassersituationen" fest. Besonders seit 2015 sei dies der Fall.
Ein niedriger Wasserstand ist zunächst vor allem in der Schifffahrt ein Problem. So müssten laut Belz bereits jetzt die Transportmengen auf Schiffen reduziert werden. Doch auch weitere Konsequenzen drohen bei einem sinkenden Pegel: Ein sinkender Grundwasserstand und damit weniger Trinkwasser, höhere Schadstoffgehalte, steigende Wassertemperaturen und damit wiederum vermehrtes Fischsterben.
Bis Ende August werde keine Entspannung der Lage erwartet.

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