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WHO: Tausende mehr Malaria-Tote wegen Corona-Pandemie

06.12.2021 • 16:34

Ein Rückschritt im Kampf gegen Malaria: Aufgrund der Corona-Pandemie sind zum ersten Mal seit zwanzig Jahren deutlich mehr Menschen an Malaria gestorben als im Vorjahr.

WHO: Tausende mehr Malaria-Tote wegen Corona-Pandemie

Aufgrund der Corona-Pandemie sind zum ersten Mal seit zwanzig Jahren deutlich mehr Menschen an Malaria gestorben als im Jahr zuvor. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilt, stieg die Zahl der Infektionen 2020 um 14 Millionen auf 241 Millionen, die Zahl der Todesfälle stieg auf 627.000. Zwei Drittel der zusätzlichen 69.000 Todesfälle seien auf pandemiebedingte Unterbrechungen der Malaria-Programme zurückzuführen, wie die WHO nun in Genf mitteilte.

Kampf gegen Malaria schreitet nur langsam voran

Zudem stagnierte die Malaria-Bekämpfung bereits vor der Pandemie: Bis 2017 seien große Fortschritte gemacht worden, danach nicht mehr.

Dennoch macht ein Impfstoff aktuell große Hoffnungen: Erst im Oktober wurde RTS,S bei Kindern in besonders betroffenen Weltregionen empfohlen, wie die dpa berichtet. Zudem konnten China und El Salvador in diesem Jahr als Malaria-frei zertifiziert werden.

Acht Prozent aller Todesfälle: Malaria ist vor allem für Kinder gefährlich

Weltweit macht Malaria knapp acht Prozent aller Todesfälle von Kindern bis fünf Jahren aus. Die durch Stechmücken übertragenen Parasiten befallen unter anderem die roten Blutkörperchen und sorgen so für eine Unterversorgung der Organe mit Nährstoffen.

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