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Frühstücksfernsehen

"Würden Linien überschreiten": Sachsens Ministerpräsident Kretschmer gegen Lieferung schwerer Waffen an Ukraine

14.04.2022 • 15:20

CDU-Politiker Michael Kretschmer lehnt eine Waffenlieferung an die Ukraine vehement ab - aus Gründen der Sicherheit für die deutsche Bevölkerung.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spricht sich vehement gegen eine Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aus. Gegenüber der "Rheinischen Post" erklärte er: "Wir würden eine Linie überschreiten, wenn wir Panzer oder Flugzeuge liefern oder gar eine Flugverbotszone einrichten. Diese Linie gilt es zu halten. […] Ich sehe mit großer Sorge, dass momentan stabile Leitplanken der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik sehr schnell eingerissen werden. Deutschland hat es bislang aus gutem Grund abgelehnt, Waffen in Kriegsregionen zu liefern."

Kretschmer hofft auf Lösung am Verhandlungstisch

Deutschland dürfte unter keinen Umständen zur Kriegspartei werden, so Kretschmer weiter. Stattdessen müsse man gemeinsam mit den USA und Europa den Druck erhöhen, "dass die Diplomatie die Chance bekommt, den Konflikt am Verhandlungstisch zu beenden".

Putin bleibt stur: Waffenlieferung an die Ukraine unausweichlich?

Dass dieser Fall eintritt, erscheint in den Augen zahlreicher Politiker:innen jedoch unwahrscheinlich. Zuletzt berichtete Österreichs Kanzler Karl Nehammer nach einem Gespräch mit Wladimir Putin, "keinen optimistischen Eindruck" zu haben. Ob Deutschland die Ukraine mit Kampfpanzern, Artilleriegeschützen und Luftabwehrsystemen beliefern soll, ist aktuell Streitthema der Ampelkoalition.

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