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Zulassung, Nebenwirkungen & Co.: Das ist bislang über Corona-Medikament "Paxlovid" bekannt

19.01.2022 • 12:37

"Paxlovid" könnte die erste Tablette des US-Pharmakonzerns Pfizer sein, die schwere Covid-19-Verläufe verhindern kann. Nur: Was weiß man bereits über die Pille?

„Paxlovid“ könnte die erste Tablette des US-Pharmakonzerns Pfizer sein, die schwere Covid-19-Verläufe verhindern kann. Nur: Was weiß man bereits über die Pille? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Was ist Paxlovid?

Paxlovid besteht unter anderem aus dem Wirkstoff „Nirmatrelvir“, der ein Sars-CoV-2-Protein hemmt. Ein weiterer Bestandteil ist laut der offiziellen Website von Pfizer „Ritonavir“, das bereits zur Behandlung von HIV-Patient:innen eingesetzt wird. Das sorgt dafür, dass der Wirkstoff Nirmatrelvir langsamer abgebaut wird und möglichst lange im Körper bleibt.

Für wen ist Paxlovid geeignet?

Das Medikament wird bei Risikopatient:innen mit leichten bis mittelschweren Krankheitssymptomen eingesetzt und senkt die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um 88 Prozent. "Das CHMP stellt in seinem Gutachten fest, dass der orale antivirale Wirkstoffkandidat (...) zur Behandlung von Erwachsenen mit COVID-19 eingesetzt werden kann, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht", so heißt es auf pfizer.de. Paxlovid soll allerdings kein Ersatz für Impfungen sein.

 Was können Nebenwirkungen sein?

Zu den bekannten Nebenwirkungen gehören laut der EMA-Website "ema.europa.eu" Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen. Ob auch eine beobachtete Beeinträchtigung des Geschmackssinns zu den Nebenwirkungen gehört oder als bekanntes Symptom von Covid-19 auftritt, ist noch nicht klar.

Wann ist Paxlovid in Deutschland erhältlich?

Zunächst muss Paxlovid von der EU-Arzneimittelbehörde EMA geprüft werden. Der US-Pharmakonzern habe den entsprechenden Zulassungsantrag gestellt, teilte die EMA bereits mit. Die Expert:innen der EMA würden nun Vorzüge und Risiken des Präparates bewerten und innerhalb „einiger Wochen“ eine Empfehlung abgeben. Zuvor hatte die EMA den EU-Mitgliedstaaten grünes Licht für eine nationale Notfallzulassung gegeben. Das Bundesgesundheitsministerium bereitet eine solche Zulassung vor. Nach Angaben von Minister Karl Lauterbach (SPD) wurden eine Million Packungen Paxlovid schon geordert. „Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten“, so Lauterbach laut dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND).

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