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13 Tote und 2000 zerstörte Gebäude

Gewaltiges Feuer-Inferno in den USA

Bei unkontrollierbaren Feuerbränden in den USA sind bereits 13 Menschen ums Leben gekommen.

10.10.2017 23:12 Uhr / dpa
Feuer-Inferno in den USA
© dpa

Eine Serie von Waldbränden hat in Kalifornien mindestens 13 Menschen das Leben gekostet. Nach Behördenangaben gab es zudem mindestens 100 Verletzte. Tausende Menschen mussten vor den Flammen die Flucht ergreifen, unter anderem in den Weinregionen Napa und Sonoma. Mehr als 2000 Gebäude wurden bis Dienstag zerstört.

Die Brände zählen zu den folgenschwersten in der Geschichte Kaliforniens und sind weitgehend außer Kontrolle. Hunderte zusätzliche Feuerwehrleute und Polizisten waren am Dienstag auf dem Weg nach Nordkalifornien, um bei der Bekämpfung und Evakuierung zu helfen. Behörden hofften, dass kühleres Wetter und ein Abflauen der Winde die Eindämmung erleichtern. 16 Brände treiben in Nordkalifornien ihr Unwesen.

Anwohner flüchteten in Notunterkünfte und Geschäfte. Tempo und Wut der Flammen hätten sie schockiert, sagten sie. Einige konnten nur das nackte Leben retten und verloren alles, was sie zurücklassen mussten. «All die guten Sachen - ich werde sie nicht wiedersehen», sagte Jeff Okrepkie aus Santa Rosa. Ein Freund bestätigte später mit einem Foto seine schlimmsten Befürchtungen: Darauf war Okrepkies Haus nur noch ein rauchender Trümmerhaufen.

In der Weinbauregion Sonoma gab es allein sieben Tote. Etwa 200 Vermisstenmeldungen seien eingegangen, sagte Bezirkssprecherin Maggie Fleming. Es sei möglich, dass viele der als vermisst Gemeldeten in Sicherheit seien, von ihren Angehörigen aber nicht kontaktiert werden könnten, da die Mobilfunknetze vielerorts gestört seien.

Gäste des Hotels «Hilton Sonoma Wine Country» wurden mitten in der Nacht aufgerufen, ihre Sachen zu packen. Doch Flammen waren so schnell da, dass sie sofort flüchten mussten. «Wir mussten einfach rennen und rennen. Es war voller Rauch. Wir konnten kaum atmen», sagte der 33 Jahre alte Hotelgast Kim Hoe.

Ausgangssperre verhängt

In Santa Rosa wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, nachdem aus einigen Stadtteilen Plünderungen gemeldet worden waren. Zwei Krankenhäuser der Stadt mussten evakuiert werden.

In der Gegend um Fountain Grove machten die Flammen mehrere Hundert Wohnhäuser dem Erdboden gleich. Das Feuer war so heiß, dass Glasscheiben und Aluminiumfelgen an den Autos schmolzen. In einem Straßenzug ließ es nur noch die Schornsteine der Häuser übrig.

Ein Großteil der Verletzten sei wegen Rauchvergiftungen behandelt worden, teilte das Krankenhaus St. Joseph Health mit. Zwei Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten. Ein Patient sei in eine Spezialklinik für Verbrennungen verlegt worden.

Im benachbarten Bezirk Napa zerstörten die Flächenbrände mindestens 1500 Gebäude und vertrieben geschätzt 20 000 Menschen. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden und einige würden vermisst, sagte Ken Pimlott, Direktor der kalifornischen Behörde für Forstwesen und Brandschutz. Eine Autobahn, die durch die Gegend führt, war wegen der Flammen unbenutzbar. Der Rauch einiger Brände in Napa und Sonoma war bis in das fast 96 Kilometer entfernte San Francisco zu sehen.

Im Süden Kaliforniens wurden mehr als 5000 Häuser wegen eines schnell wachsenden Brandes evakuiert. Dort tobte ein Feuer auf einer Fläche von gut 25 Quadratkilometern.

Zusammen betrachtet zählen die Brände bereits jetzt zu den verheerendsten in der Geschichte Kaliforniens. Gouverneur Jerry Brown rief für die betroffenen Gebiete den Notstand aus. Vizepräsident Mike Pence sagte, die US-Bundesregierung stehe an der Seite Kaliforniens. Hilfszusagen machte er allerdings nicht.

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