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Bei der Suche nach der verschwundenen Rebbeca aus Berlin geht die Polizei erneut einer Spur in Brandenburg nach. Mitglieder der Mordkommission sowie das Technische Hilfswerk (THW) setzten am Mittwochmorgen ihre Untersuchungen in einem Wald bei dem Ort Rieplos 50 Kilometer südöstlich von Berlin fort, wie ein Polizeisprecher sagte. Dort waren die Spezialisten bereits am Dienstag im Einsatz gewesen. "Wir sind wieder dort, wo wir gestern aufgehört haben."

Am Dienstag hatten Kriminaltechniker in weißen Schutzanzügen dort Spuren auf dem Boden am Waldrand untersucht. Dabei hielten sie auch eine Abbildung, vermutlich von Reifenspuren, zum Vergleich in der Hand. Das THW habe auch am Mittwoch wieder "Spezialtechnik" dabei, sagte der Sprecher, ohne den Begriff genauer zu erläutern. Ob auch wieder Suchhunde eingesetzt werden sollten, konnte die Polizei nicht sagen. "Alles weitere wird sich zeigen, je nachdem, was sich vor Ort ergibt."

Auf der Internetseite des THW Berlin Steglitz-Zehlendorf steht, ein Team sei kürzlich in Niedersachsen bei der Suche nach der Leiche einer vermissten Frau in einem Wald beteiligt gewesen. Die sogenannte Messtechnische Ortungsgruppe suche nicht nur mit technisch-elektronischen Geräten nach verschütteten Menschen, sondern auch nach vermissten Personen. Dazu verfüge sie über Geräte wie ein "Bio Radar", ein "elektronisch-akustisches Ortungssystem" und "Video-Thermographie".

Über 1300 Hinweise eingegangen

Die Mordkommission wertet derzeit gleichzeitig weiter die insgesamt 1300 Hinweise aus, die in den rund drei Wochen seit Rebeccas Verschwinden eingingen.

Etwa zwei Kilometer nördlich des derzeitigen Suchortes Rieplos verläuft die Autobahn von Berlin nach Frankfurt (Oder). Dort war das Auto des verdächtigen Schwagers von Rebecca am Tag des Verschwindens und am nächsten Tag erfasst worden. Bereits von Donnerstag bis Samstag hatten eine Hundertschaft Polizisten sowie Experten mit Leichensuchhunden einen Wald bei dem Ort Kummersdorf, nicht weit von der Autobahn entfernt, durchkämmt. Gefunden wurde nichts.

Rebecca war am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht lebend verließ, sondern getötet wurde. Der Schwager sitzt als Verdächtiger in Untersuchungshaft.