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Von acht wegen Einsturzgefahr geräumten Wohnhäusern in Wuppertal sind zwei wieder freigegeben worden. Damit seien noch 50 Menschen betroffen, die nicht in ihre Wohnungen zurück dürfen, sagte eine Sprecherin der Stadt Wuppertal am Montag. Die meisten könnten immerhin kurz die notwendigsten Sachen aus den Häusern holen. Nur an einem Haus aus der Gründerzeit seien die Risse so stark, dass es gar nicht mehr betreten werden dürfe. "Für die Betroffenen ist das natürlich sehr schlimm, das hat sie völlig überrascht."

Die Ursache seien möglicherweise Bergbauschäden - dies sei aber noch unklar. In dem betroffenen Gebiet habe es vor langer Zeit Bergbau gegeben. In der Nähe zeuge noch eine alte Lore davon. Spezialisten der Bergbauaufsicht seien eingeschaltet, um dies zu klären und der Ursache auf den Grund zu gehen.

Hohlräume unterm Haus vermutet

Wahrscheinlich hätten sich unter den Häusern in Nordrhein-Westfalen Hohlräume gebildet. Am Sonntag hatten zunächst 70 Menschen ihre Häuser wegen Einsturzgefahr verlassen müssen. Das gesamte Areal wurde abgesperrt.

Es handelt sich um eine Häuserreihe. Beim am stärksten betroffenen Haus platzten Fassadenteile ab und es bildeten sich breite Risse. Bewohner hatten am Sonntagnachmittag den Notruf gewählt, weil in einem der Häuser ein verdächtiges Knacken zu hören gewesen sei. Einsatzkräfte fanden weitere Schäden an den Nachbarhäusern.

Vor Ort waren am Montag Feuerwehr und Technisches Hilfswerk. Die Häuser wurden mit Vermessungspunkten überwacht. An den Häusern geparkte Autos seien vorsorglich abgeschleppt worden. Der Krisenstab der Stadt war zusammengetreten.