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Anders als in der Flüchtlingsfrage sind sich CDU und CSU bei den Themen Umwelt und Ressourcenknappheit weitgehend einig. Beim zweiten von sechs gemeinsamen "Deutschlandkongressen" zur Entwicklung der Wahlprogramme für die Bundestagswahl 2017 betonten sowohl CSU als auch CDU, dass der Mensch in Umweltfragen nicht bevormundet werden dürfe. "Wir versuchen den Menschen in unserem sehr christlich fundierten Menschenbild (...) so weit zu überzeugen, dass das Positive und das Gemeinverantwortliche bei ihm die Oberhand bekommt", sagte Agrarminister Christian Schmidt (CSU) am Montag. CDU-Vize Julia Klöckner sagte: "Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, die es den Menschen ermöglichen, nachhaltig zu wirtschaften." Entscheidend sei, dass Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichermaßen beachtet werden.

"Der Klimawandel zeigt schon heute eine zerstörerissche Kraft, Luft und Boden sind vielerorts sehr stark belastet und die Schätze unserer Ozeane sind durch Vermüllung bedroht", sagte Klöckner. Zudem sei der Ressourcenverbrauch viel zu hoch. Werde dem nicht entgegengesteuert, müsse mit noch mehr Flüchtlingen gerechnet werden. Schon jetzt seien weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht. "Für uns als CDU und CSU (...) verbietet sich die schlichte Leugnung der Probleme und der Zusammenhänge", sagte Klöckner.

Weitere Veranstaltungen zu Zukunftsthemen geplant

"Mit unserem Geldschein an der Kasse stimmen wir jeden Tag darüber ab, was auf Dauer produziert und angeboten wird", betonte die CDU-Parteivorsitzende. Gleichwohl dürfe man den Verbrauchern nicht mit dem moralischen Zeigefinger drohen. Das Ordnungsprinzip für eine nachhaltige Entwicklung sehe die CDU in der ökologischen und sozialen Marktwirtschaft. "Wir bekennen uns zu Forschung und Innovation als Basis für die Bewältigung der globalen Herausforderungen."

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe hatten sich die Schwesterparteien in Würzburg mit dem Zusammenhalt der Gesellschaft befasst. Weitere Treffen sind am 1. Oktober in München (Innovation und Digitalisierung), am 15. Oktober in Frankfurt/Main (Europa und seine Rolle in der Welt), am 2. November in Bonn (Bevölkerungsentwicklung und Migration) sowie zum Abschluss am 7. November in Berlin zum Thema "Innere und äußere Sicherheit" vorgesehen.