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#Plastikstreifen

Seit einigen Tagen warnt die deutsche Polizei vor einem neuen Trick unter Kriminellen. Um zu überprüfen, ob eine Wohnung seit längerer Zeit nicht aufgesucht wurde, nutzen sie einen schmalen Plastikstreifen. Der wird zwischen Tür und Rahmen gesteckt. Gehen die Bewohner regelmäßig ein und aus, fallen die angebrachten Streifen beim Öffnen der Tür unbemerkt zu Boden. Dann weiß der Dieb: Hier ist die Gefahr, erwischt zu werden, zu hoch. Bleibt der Streifen hingegen stecken, ist die Bahn frei für einen Einbruch. Besonders in der Urlaubszeit kommen die Plastikstreifen als Ausspähmittel zum Einsatz.

Tipp, um sich vor dieser Einbruchsmasche zu schützen: Bittet Nachbarn oder die Freunde  darum, während eures Urlaubs die leer stehende Wohnung regelmäßig zu besuchen. So täuscht ihr eure Anwesenheit vor und schlagt damit auch die dreistesten Einbrecher in die Flucht.

#Gaunerzinken

Ein anderer fieser Trick der Langfinger: Mit Kohle, Kreide oder Bleistift werden Symbole neben die Haustür gemalt. Was auf den ersten Blick wie ein harmloser Kinderstreich aussieht, ist das Werk hinterhältiger Ganoven. „Gaunerzinken“, so werden die geheimen Zeichen genannt, die Dieben Auskünfte über ein Haus geben.

Ein Dreieck steht beispielsweise für eine alleinstehende Frau. Ist die erstmal aus dem Haus, wissen die Einbrecher, dass sie ganz ungestört ihr Unwesen treiben können. Zwei sich kreuzende Striche verraten, dass es im Haus etwas zu holen gibt. Solltet ihr ein merkwürdiges Symbol an Hauswand, Türstock, Gartenzaun oder Briefkasten bemerken, nicht zögern, sondern sofort die Polizei alarmieren – auch, wenn es am Haus eurer Nachbarn ist!

#Anklingeln

Der Trick selbst ist unglaublich banal, dafür aber effektiv. Um zu erfahren, ob das Opfer im Urlaub oder zuhause ist, klingelt der Gauner an die Tür einer Wohnanlage. Das muss er über einen längeren Zeitraum mehrmals machen, um auch wirklich sicher zu gehen, dass die Wohnung zum Zeitpunkt des Einbruchs leerstehen wird.

Ist ein potenzielles Opfer aber zuhause und antwortet über die Sprechanlage, behauptet der Verbrecher ganz dreist, ein Verwandter der Nachbarn zu sein. Er habe nur geklingelt, weil er die Wohnungs- und nicht die Hausschlüssel bekommen hätte, heißt es dann in der Regel. In solchen Fällen: nicht aufmachen! Meistens spähen die Schwindler die den Hinterhof oder Garten  nach möglichen Hintereingängen zur Wohnung aus.

Angeber-Fact: Die Folgen eines Einbruchs sind für die Opfer häufig immens – nicht nur finanziell. Wie eine Umfrage nun ergab, standen 34 Prozent der Betroffenen nach der Plünderung durch einen Dieb unter Schock. Knapp 33 Prozent fühlten sich auch einen Monat nach der Tat nicht sicher in ihrer eigenen Wohnung und rund 25 Prozent litten unter starker Angst.

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