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IG Metall kämpft in Bayern: 9.000 Beschäftigte streiken

02.03.2021 • 17:30

Mehr Geld und einen sicheren Arbeitsplatz - das fordern die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen greift die IG Metall jetzt zu anderen Mitteln.

Es ist der Auftakt für einen vermutlich langen Arbeitskampf.

1.000 Metaller streiken alleine heute in Schweinfurt. Ihr Ziel: Vier Prozent mehr Lohn.

PETER KIPPES, IG Metall Schweinfurt:"Die Beschäftigten, die Sie jetzt hinter mir sehen, haben ein Jahr mit viel Kurzarbeit, mit viel Entbehrungen, mit viel Einschränkungen hinter sich gebracht und die sagen: den Betrieben geht es zunehmend besser und daran wollen wir beteiligt werden. Ich glaube das ist nur mehr als fair."

Bislang sind die Arbeitgeber nicht auf die Forderung der IG Metall eingegangen. In den Tarifrunden verlangen die Chefs eine Nullrunde.Zu ungewiss sei die Zukunft in Zeiten von Corona und auch der Umbruch vor allem bei den Automobilzulieferern. Hier sind viele Arbeitsplätze in Gefahr.Denn für ein Elektroauto werden weniger Teile benötigt. Tank oder Auspuff fallen zum Beispiel weg.

VERSCHIEDENE BESCHÄFTIGTE: "Wir haben alle Angst um unseren Job, wie wissen selber nicht wie es weitergeht. Wir hoffen dass die Aufträge konstant bleiben und dass wir alle unseren Job sicher machen können und dazu brauchen wir Sicherheit, auch vom Arbeitgeber."

"Ja es wird ja alles teurer, wenn man keine Lohnerhöhung kriegt kann man sich immer weniger leisten."

"Ich bin Azubi und ich weiß nicht, was auf mich zukommt, ob ich komplett übernommen werde oder nur einen Ein-Jahres-Vertrag bekomme."

Aus den Warnstreiks könnten bald unbefristete Streiks werden, falls sich der Konflikt zuspitzt.

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