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Kleiner Alltagshelfer

Blumenerde sterilisieren: Mit diesem Mikrowellen-Trick wird Erde wieder keimfrei

  • Aktualisiert: 12.02.2024
  • 15:45 Uhr
  • Christina Berlinghof
Saubere und gesunde Pflanzen: Warum es wichtig ist, die Blumenerde zu sterilisieren und wie du das am einfachsten machst.
Saubere und gesunde Pflanzen: Warum es wichtig ist, die Blumenerde zu sterilisieren und wie du das am einfachsten machst.© picture alliance / Westend61

Im April, wenn der Frost langsam ausbleibt, beginnt für Hobbygärtner:innen wieder die Pflanzsaison. Endlich kannst du wieder umtopfen, Obst- und Gemüsesamen aussäen und vielleicht auch ein paar neue Pflanzen und Blumen in die Erde setzen. Was du dazu unbedingt benötigst? Die passende Blumen- und Pflanzenerde. Doch welche ist die Richtige und muss man Blumenerde tatsächlich sterilisieren, bevor man sie verwenden kann? Wir klären auf.

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Darin unterscheiden sich typische Erden 

Wenn du dich für dein Garten- oder Balkonprojekt im Baumarkt oder Gartencenter mit Blumen- und Pflanzenerde eindecken möchtest, stehst du vermutlich zunächst etwas überfordert vor den Regalen. Die Auswahl an unterschiedlichen Erden ist nämlich meist riesig, auch die Preise unterscheiden sich oft stark. Für alle möglichen Pflanzenarten gibt es unterschiedliche zusammengesetzte Erden, die für die jeweiligen Pflanzen am besten geeignet sein sollen. Doch viele dieser teuren Spezialmischungen benötigst du nicht. Klassische, hochwertige Blumen- und Pflanzenerde ist in der Regel ausreichend für gängiges Umtopfen und Anpflanzen. Welche Erde du für Tomaten, Erdbeeren und Hortensien brauchst? Erklären wir dir detailliert hier. Genauso wie du Dünger selber machen und ein Hochbeet selber bauen und befüllen kannst. Und so kannst du Schimmel auf Blumenerde vermeiden!

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Im Clip: Welche Blumenerde ist die richtige?

Blumenerde

In Blumenerde sind unter anderem Humus oder Faserstoffe, Kompost, Quarzsand, Perlite oder Tongranulat, Düngestoffe und Kalk enthalten. Sie versorgt vor allem Topfpflanzen mit wichtigen Nährstoffen und bietet ihnen eine gute Basis zum Wachsen und Gedeihen. Blumenerde kannst du drinnen und draußen verwenden.

Wichtig: Achte aus Umweltgründen darauf, dass deine Erde torffrei ist. Denn um Torf zu gewinnen, werden Moore trocken gelegt und die Natur wird damit um einen wichtigen Lebensraum beraubt.

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Pflanzenerde

Pflanzenerde ist ähnlich zusammengesetzt und ideal, um Sträucher oder Pflanzen im Garten anzupflanzen. Sie enthält neben Humus und Kompost auch Faserstoffe aus Holz oder Kokos. Daneben sind meist mineralische Zusätze, Kalk und Düngestoffe Bestandteil von Pflanzenerden.

Anzucht- und Aussaaterde

Wenn du Samen säst oder kleine Setzlinge anpflanzen möchtest, solltest du Anzuchterde verwenden. Sie enthält bewusst weniger Dünger und Nährstoffe und ist deshalb besonders geeignet für alles, das zunächst kräftige Wurzeln ausbilden soll. Denn nur in nährstoffarmer Erde werden die Samen dazu animiert, gesunde und breit gefächerte Wurzeln auszubilden.

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Blumenerde selbst mischen

Wenn du deine Erde nicht fertig verpackt kaufen möchtest, kannst du sie auch selbst mischen. Dann kannst du die Zusammensetzung auf die jeweiligen Pflanzenarten abstimmen und weißt genau, was darin enthalten ist. Dazu benötigst du:

  • Gartenerde oder Mutterboden in größerer Menge. Ihr Anteil sollte etwa die Hälfte deiner selbst gemischten Blumenerde ausmachen.
  • Kompost aus dem Garten. Er sollte etwa 20 bis 30 Prozent der Gesamtmenge ausmachen. So kannst du Komposterde anlegen.
  • Rindenhumus zu etwa 20 Prozent.
  • Hornspäne und Stickstoff-Partikel, die du deiner Erde als Dünger zugibst.
  • Je nach Bedarf Holz- oder Kokosfasern oder etwas Tonmehl bei sandigen Böden.

Blumenerde sterilisieren: Ist das nötig?

Verpackte Blumenerde ist häufig mit unerwünschten Lebewesen, Pilzen oder Bakterien durchsetzt. In einer gesunden Erde sollten sich zwar diverse Mikroorganismen und Lebewesen befinden, sie können sogar nützlich sein, allerdings nur, wenn die Erde im Garten-Beet verwendet wird.

Wenn du Blumenerde für Töpfe oder Pflanzkübel verwendest, könnten sich mögliche darin enthaltene Larven oder Würmer ausbreiten und die Wurzeln der eingetopften Pflanzen angreifen, da sie in dem begrenzten Erdreich sonst keine Nahrung finden. Mit der Zeit würden die Pflanzen dann eingehen.

Möchtest du Pflanzen in der Wohnung aufstellen, sollte die dafür verwendete Erde steril sein, sonst holst du dir möglicherweise ungewollt Tierchen wie Trauermücken oder schädliche Bakterien in deinen Wohnraum. Wie du Trauermücken bekämpfen kannst, erklären wir dir hier.

Um die Erde zu sterilisieren und sie von möglichen unerwünschten Milben, Larven, Bakterien oder Schimmelpilzen zu befreien, kannst du sie erhitzen, das geht folgendermaßen. Wichtig: Achte darauf, dass du keine Erde mit hohem Holzanteil erhitzt, damit sich die Holzpartikel nicht entzünden.

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Blumenerde in der Mikrowelle sterilisieren

In der Mikrowelle kannst du vor allem kleinere Mengen Blumenerde schnell und einfach von möglichen Keimen und Tierchen befreien. So geht's:

  • Fülle die Erde in ein flaches Gefäß, das für deine Mikrowelle geeignet ist. Bei einer größeren Menge musst du den Vorgang mehrmals wiederholen.
  • Feuchte die Erde dann leicht an, am besten mit einer Sprühflasche. Achte darauf, dass du nicht zu viel Wasser verwendest. Es sollte nämlich kein Wasser austreten, wenn du die Erde zusammendrückst.
  • Schalte die Mikrowelle dann für etwa fünf bis zehn Minuten auf ca. 600 Watt ein.
  • Beginnt die Erde zu dampfen, kannst du sie aus der Mikrowelle nehmen.
  • Lasse die Erde auskühlen. Anschließend kannst du sie verwenden.

Blumenerde im Backofen keimfrei machen

Wenn du keine Mikrowelle besitzt oder größere Mengen Blumenerde sterilisieren möchtest, kannst du sie auch im Backofen erwärmen und dabei Bakterien, kleine Tierchen und Schimmelsporen abtöten. So geht's:

  • Erde auf einem Backblech verteilen und leicht anfeuchten.
  • Mit einem leichten Deckel oder Alufolie bedecken. Die Feuchtigkeit sollte noch entweichen können.
  • Den Backofen auf 150 Grad Celsius erhitzen und die Erde für etwa 30 Minuten erwärmen.
  • Anschließend auskühlen lassen und zum Umtopfen oder Anpflanzen verwenden.

Tipp: Wenn du die Erde nicht sofort benötigst, bewahre sie in einem luftdichten Behälter auf.

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