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Energiebooster für Pflanzen

Kompost selbst herstellen: So wachsen und blühen deine Pflanzen schneller

  • Aktualisiert: 27.07.2023
  • 09:37 Uhr
Abfall sinnvoll verwerten: Mit diesen Tipps nutzt du Kompost als natürlichen Dünger und bescherst deinen Pflanzen einen Wachstumsschub.
Abfall sinnvoll verwerten: Mit diesen Tipps nutzt du Kompost als natürlichen Dünger und bescherst deinen Pflanzen einen Wachstumsschub.© imago/Westend61

Im Garten ist Platz für einen Komposthaufen oder -behälter? Super! Denn kaum ein anderer Pflanzendünger ist günstiger und wertvoller als DIY-Kompost: Er ist komplett natürlich, hilft deinen Pflanzen beim Wachsen und verbessert die Bodenqualität. Stellen sich nur noch vier Fragen: Wie geht guter Kompost? Wann ist er reif? Für welche Vorhaben eignet sich der entstandene Humus? Und in welcher Menge?

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Wie guter Kompost geht

Kompost entsteht durch Mikroorganismen: Sie machen aus kleinen Küchen- und Gartenabfällen wertvolle Humuserde. Ein paar Dinge haben im Kompost allerdings nichts verloren, darunter alles, was gekocht wurde, Abfälle tierischen Ursprungs sowie Fallobst.

Durchmische die Abfälle für den Komposthaufen oder -behälter dann möglichst gut. Gib dafür abwechselnd festere Bestandteile wie Rasenschnitt und Küchenabfälle sowie luftigere Dinge wie Laub dazu. Ist der Haufen zu trocken, kannst du ihn gießen. Gegen zu viel Nässe und entsprechend modrigen Geruch wirkt zerkleinerter Ast- und Strauchschnitt.

Tipp: Bist du total ungeduldig, weil du den guten Dünger schon bald brauchst? Oder quillt der Kompost über, weil sich zu viel angesammelt hat? Dann hilft Kompostbeschleuniger, den du kaufen oder mit handwarmem Wasser, frischer Hefe und Zucker selbst machen kannst.

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Dann ist Kompost reif

Roh- und Frischkompost kannst du bei warmer Witterung im besten Fall schon nach zwei bis drei Monaten "ernten", also abnehmen und verwenden. Meistens dauert es bis zur Reife aber doch sechs Monate. Diese Art Naturdünger enthält viele Nährstoffe, ist relativ grob und wirkt recht schnell.

Wichtig: Große, unverrottete Bestandteile solltest du mit einem Kompostgitter wegsieben. So gelangt nur der hochwertige, feine und vollständig zersetzte Humus ins Beet. Das ist vor allem für das Keimen von feinkörnigem Saatgut wichtig, darunter etwa Spinat, Rote Beete und Karotten. Die groben Reste bilden gemeinsam mit frischen Abfällen zudem die ideale Basis für die nächste Rotte Kompost.

Eine zweite Art von Kompost ist reifer Kompost, der frühestens nach zehn bis zwölf Monaten entsteht. Er ist feiner, düngt sanfter, je älter er ist, und hilft vor allem, langfristig die Struktur des Bodens zu verbessern.

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Das kann Kompost

Ist dein Kompost reif, kannst du ihn vielfältig einsetzen. Er eignet sich für folgende Vorhaben besonders gut:

  • Beete neu anlegen
  • Bodenstruktur verbessern
  • Blumen und Sträucher düngen
  • Obst und Gemüse ziehen
  • Hölzer düngen
  • Topfpflanzen kultivieren
  • Rasen pflegen

Idealerweise geht es im warmen April oder etwas später im Mai los. Frischer Kompost gibt den wachsenden Pflanzen dann die Initialzündung, durch die enthaltenen Nährstoffe legen sie ordentlich an Wuchs zu. Frischer Kompost kommt in einer dünnen Schicht auf die Erde und sollte immer feucht bleiben.

Wichtig: Ein paar Pflanzen mögen frischen Kompost nicht, er ist ihnen zu scharf. Dazu gehören u.a. Zwiebeln, Erbsen, Bohnen, Karotten und Kräuter.

Auch Reif- oder Fertigkompost kann im Frühjahr zum Einsatz kommen: Arbeitest du ihn nach der Bodenlockerung flach in die oberste Erdschicht deiner Gemüsebeete, der Blumenrabatten oder unter Obststräuchern ein, verbessert das nachhaltig den Boden.

Das ist die richtige Menge an Kompost

Garten-Fans kennen eine Faustregel: Obstbäume, Beerensträucher, Ziergehölze und Zierpflanzen im Blumenbeet sollten das ganze Gartenjahr über immer wieder rund drei Liter Kompost pro Quadratmeter bekommen.

Gemüse mit hohem und mittlerem Nährstoffbedarf (z.B. Kohl, Sellerie, Gurken, Tomaten) sollten etwa sechs bis zehn Liter pro Quadratmeter erhalten. Bei weniger anspruchsvollen Sorten, die auch Schwachzehrer heißen, reicht die Hälfte. Dazu zählen etwa Feldsalat, Bohnen, Karotten, Kräuter und Erbsen.

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Kompost hilft auch Topfpflanzen und Aussat

Für Blumentöpfe und Balkonkästen ist reifer Kompost gut geeignet. Hier sieht die Rechnung so aus: Zwei Drittel Gartenerde plus ein Drittel reifer, gesiebter Kompost. Reifer Kompost reichert zudem Aussaaterde für die eigene Anzucht an - in einem sanften Mischverhältnis von einem Teil Kompost und vier Teilen Erde.

Übrigens: Die Bodenart im Garten zu bestimmen, ist die Grundlage für erfolgreiches Gärtner. Hier gibt es Tipps und Tricks zur Bodenanalyse und Verbesserung der Erde.

Auf einen Blick:

  • Kompost ist wertvollster, nährstoffreichster Naturdünger.
  • Es gibt groben Humus, der auch frischer Kompost oder Roh-Kompost genannt wird.
  • Fertig- oder Reifkompost ist feiner und enthält weniger Nährstoffe.
  • Die richtige Menge Kompost richtet sich nach der Art der Pflanze.
  • Gemüsesorten brauchen mehr Kompost als Zierstauden, Beerensträucher und andere Gehölze.
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