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Überraschende Ergebnisse

Cornflakes und Müslis für Kinder im Test: Diese beliebten Sorten sind laut Stiftung Warentest bedenklich!

  • Aktualisiert: 08.06.2023
  • 17:03 Uhr
  • Janina Schlotter
Bunte Frühstücks-Cerealien machen wohl jedes Kind glücklich. Aber Achtung, viele Produkte sind super ungesund!
Bunte Frühstücks-Cerealien machen wohl jedes Kind glücklich. Aber Achtung, viele Produkte sind super ungesund!Юля Шевцова - stock.adobe.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Kinder lieben bunte und leckere Frühstücks-Cerealien: Von Cornflakes über Froot Loops bis hin zu Crunchy Müsli - die Auswahl ist fast endlos. 

  • Stiftung Warentest hat einige bekannte Cerealien und Müslis getestet. Hier erfährst du, welche davon für Kinder empfohlen werden und welche du ihnen lieber nicht geben solltest.

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Zuckerschock am Frühstückstisch: Viele Kinder lieben es, sich morgens mit Knuspermüsli, Cornflakes oder Schoko-Bällchen für den Tag zu stärken. Doch leider sind viele Cerealien völlig überzuckert. Stiftung Warentest hat einige begehrte Frühstücksflocken getestet und verraten, welche wir vor Kindern in puncto Zucker- und Fettgehalt lieber fernhalten sollten und welche empfehlenswert sind.

Im Clip: Discounter- und Markenmüsli im Test

Für Eltern gibt es wohl keinen schöneren Start in den Tag als mit gut gelaunten Kindern zu frühstücken, die mit strahlenden Augen ihre Lieblings-Cerealien löffeln. Auch wenn einige Produkte mit "Ballaststoffreich" gekennzeichnet sein mögen und viele Eltern sie ihren Kindern beruhigt auf den Frühstückstisch stellen, sind sie laut Stiftung Warentest aber völlig überzuckert. Wir zeigen dir, welche Produkte du lieber im Regal stehen lassen solltest, welche als "empfehlenswert" getestet wurden und warum Zucker überhaupt so ungesund für die Kleinen ist.

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Kinder-Cerealien und Müsli im Test: Überraschendes Ergebnis

Viele Kinder lieben die Frühstücksflocken über alles. Schon allein die bunten Verpackungen mit Comicfiguren lässt ein jedes Kinderherz höher schlagen und macht es heiß auf den Inhalt. Kein Wunder ist das Angebot in den Supermärkten oder im Biohandel so riesig. Stiftung Warentest hat nun 110 Produkte hinsichtlich ihres Zucker- und Fettgehalts getestet. Das Ergebnis: 86 enthielten zu viel Zucker, 24 Produkte sind empfehlens­wert. Viele bekannte und beliebte Marken fallen im Test durch und sollten nicht auf dem Frühstückstisch platziert werden. Schließlich kann eine zu hohe Aufnahme an Zucker vor allem auch bei jungen Menschen zu Karies, Diabetes oder Adipositas führen.

Im Produkte-Test wurden die Cerealien in die nachfolgenden 7 verschiedenen Kategorien unterteilt:

  • Cerealien mit Schoko
  • Cerealien mit Zucker und/oder Honig
  • Zimtcerealien
  • Müsli und Knuspermüsli
  • Müsli und Cerealien für Kleinkinder
  • Schokokissen 
  • Fruit Loops

Stiftung Warentest hat sich als Bewertungs-Richtlinie an den Nährstoffprofil-Modellen für Kinderlebensmittel der Weltgesundheitsorganisation WHO orientiert. Darin wird deutlich, dass Kinder-Cerealien auf 100 g maximal 12,5 g Zucker und 17 g Fett aufweisen sollten.

Vorsicht, diese beliebten Cerealien solltest du deinen Kindern lieber nicht geben

Der Großteil der getesteten Frühstücks-Cerealien wurden bei Stiftung Warentest überraschenderweise als "nicht empfehlenswert" eingeordnet – ganze 86 Produkte überschreiten den WHO-Richtwert von Zucker. Darunter fallen die beliebten "Unicorn Froot Loops" von Kellogs mit 25 g Zucker auf 100 g oder die "Cini Minis Churros" von Nestlé mit einem Zuckergehalt von 24,8 g pro 100 g.

Doch das ist noch nicht alles: Vier Kinder-Cerealien schlagen zusätzlich auch mit ihrem Fettgehalt über die Stränge. Beispielsweise haben die "Schoko-Haselnuss Kissen" von Nestlé auf 100 g einen Zuckergehalt von 17,5 g und einen Fettgehalt von 17,4 g und die "Korn Mühle Nougat Bits" von Netto enthalten auf 100 g ganze 27 g Zucker und 22 g Fett.

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Die besten Müslis und Cerealien: Diese Produkte werden empfohlen

Nur 24 von 110 getesteten Produkten konnten von Stiftung Warentest als "empfehlenswert" eingestuft werden. Besonders auffällig ist, dass die Top-Produkte aus lediglich zwei Kategorien stammen: "Müsli und Knuspermüsli" sowie "Müslis und Cerealien für Kleinkinder". Sowohl Eigenmarken von Supermärkten oder Drogerien als auch Markenprodukte konnten sich mit ihrem Gehalt an Zucker und Fett als "in Ordnung" beweisen.

Darunter fallen beispielsweise das dmBio-Produkt "Kinder Knusper Müsli ohne Rosinen Bio" mit 8,5 g Zucker und 5,8 g Fett (pro 100 g) und "Frühstücks-Kringel Apfel & Erdbeere Bio" von Freche Freunde mit 9,8 g Zucker und 3,0 g Fett (pro 100 g). Ein möglicher Grund für die vergleichbar gesunde Nährwehrte stellen die enthaltenen Fruchtstücke und das Fruchtpulver dar, welche für die Süße der Cerealien verwendet werden.

Viel Zucker im Kindesalter: Darum ist das Lebensmittel so ungesund

Im aktuellen Bericht von Stiftung Warentest wird darauf hingewiesen, dass Eltern ihren Kindern zum Frühstück und natürlich auch über den Tag hinweg nicht zu viele Zucker-Produkte zur Verfügung stellen sollten. Schließlich bedeutet ein zu hoher Zuckerkonsum auch eine enorm hohe Kalorienaufnahme.

Auch wenn Kinder zuckerhaltige Produkte wohl am meisten mögen, können diese Lebensmittel ihr Übergewicht stark fördern. Laut der "KiGGS-Studie" des Robert-Koch-Instituts müssen in Deutschland rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Übergewicht kämpfen – 6 Prozent von ihnen gelten sogar als stark übergewichtig bzw. adipös. Und das sollten Eltern nicht auf die leichte Schulter nehmen: Übergewicht kann bei jüngeren Kindern beispielsweise zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder mentaler Belastung führen. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Gemüse, Obst oder Vollkornprodukten mit einer ausreichenden Bewegung für die Gesundheit junger Menschen relevant.

Tipps:

  • Falls du dir beim Einkaufen unsicher bist, ob die Lebensmittel viel Zucker oder Fett enthalten, kannst du einfach auf der Packungsangabe nachschauen. Hersteller sind dazu verpflichtet, ihre Nährwerte pro 100 g immer aufzulisten.
  • Praktische Ernährungsrechner können dir helfen, das Zuckerlimit deiner Kinder für eine Mahlzeit zu berechnen.
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Frühstücks-Cerealien: Warum sind die Sorten eigentlich so unterschiedlich?

Unter Cerealien werden kleinteilige Getreideprodukte verstanden, die viele Menschen mit Milch zum Frühstück oder auch einfach als Snack essen. Zwar werden als Basis oft die Zutaten Mais, Reis, Weizen oder Haferflocken verwendet, doch die Zuckerzusätze und Verarbeitungsgrade sind dann häufig unterschiedlich. Beispielsweise sind Cornflakes-Cerealien gewälzte Körner mit einer Zuckerkruste oder klassisches Müsli ist oft ein Mix aus puren Flocken und Trockenfrüchten.

Weitere spannende Produkte im Test findest du hier:
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Stiftung Warentest: Das ist aktuell das beste Smartphone

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