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Deutsches Schweine-Hochhaus: Betreiber erhält einen Tierquälerei-Preis

© sat1.de

Nicht alle Schweine in Deutschland haben ein schönes Leben, das ist mittlerweile jedem bekannt. Zahlreiche Bilder, die an die Öffentlichkeit geraten, zeigen das schreckliche Ausmaß ihrer Lebensumstände. Solche Fotos sind auch im Fall von Maasdorf in Sachsen-Anhalt aufgetaucht. Dort steht Deutschlands einziges Schweine-Hochhaus, welches nun für seine Tierquälerei "ausgezeichnet" wurde. Damit hatte der Betreiber wohl nicht gerechnet!

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Das "Deutsche Tierschutzbüro" verleiht jedes Jahr den "Preis der Herzlosigkeit" für besonders schwere Fälle der Tierquälerei. Dieses Jahr ging die Auszeichnung nach Maasdorf. Der Empfänger des Preises ist Michiel Taken, ein Schweinezüchter aus den Niederlanden, der Deutschlands einziges Schweine-Hochhaus leitet. Das Gebäude hat eine Höhe von 25 Meter und beherbergte in den vergangenen Jahren auf sechs Etagen mehrere tausend Säue. Demnach sind viele Tiere krank und leben auf engem Raum. Seit einer "Stern-TV"- Dokumentation wurden sogar Ermittlungen gegen den Betrieb aufgenommen.

Deutsches Tierschutzbüro deckt auf

Doch wie geht es nun mit diesem Hochhaus weiter? Hat diese Auszeichnung überhaupt Konsequenzen? Seit der Bekanntgabe der schlechten Verhältnisse in dem Betrieb kündigte der Betreiber an, dass er nur noch die bereits existierenden Ferkel großziehen würde. Damit verzichtet er erst mal auf die Züchtung von neuen Schweinen. Außerdem sollen die Tiere nach und nach abtransportiert und anderswo untergebracht werden. Bis September soll das Hochhaus leer stehen und modernisiert werden, sodass die Schweinezucht unter angeblich besseren Bedingungen weitergeführt werden kann.

Schließt das Schweine-Hochhaus!

Ob diese Modernisierung ein Ende der Tierquälerei bedeutet? Tierschützer machen sich keine große Hoffnung. Sie fordern weiterhin konsequent die endgültige Schließung des Schweine-Hochhauses!

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