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effizienter heizen

Heizkosten sparen: So lüftest du deine Wohnung im Winter richtig

  • Aktualisiert: 02.12.2022
  • 16:01
  • Anna Herz
DOG-Pix - stock.adobe.com

Heizkosten sparen ist nicht erst seit der Energiekrise sinnvoll. Auch wenn die Gasversorgung im Winter 2022 in Deutschland stabil bleiben soll, ist mit deutlich höheren Energiepreisen zu rechnen. Den größten Anteil des häuslichen Energieverbrauchs verursacht das Heizen. Wie du effizient heizen und trotz Energiekrise im Winter nicht frieren musst, erfährst du hier...

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7 Tipps: Heizkosten sparen und effizienter heizen

Am meisten Energie verbraucht die Heizung von Dezember bis Februar. Wer also in den Wintermonaten clever mit Wärme umgeht, kann viel Geld sparen. Mit diesen Tipps musst du trotzdem nicht frieren:

Der wichtigste Spar-Tipp zum Senken der Energiekosten ist, die Thermostate richtig einzustellen. Denn unterschiedliche Wohnräume benötigen unterschiedliche Einstellungen, je nachdem wie sie genutzt werden:

  • Im Badezimmer sind 20-22 Grad optimal, Stufe 3-4
  • Im Schlafzimmer reichen 15-16 Grad, Stufe 1-2
  • In der Küche empfiehlt sich eine Temperatur von 17 Grad, Stufe 2
  • In allen anderen Wohnräumen sollten es etwa 20 Grad sein, Stufe 3

Übrigens: Es wird nicht schneller warm, wenn du die Heizung voll aufdrehst. Stell lieber die Temperatur ein, die der Raum tatsächlich erreichen soll. Volle Pulle aufdrehen, verbraucht deutlich mehr Energie ohne tatsächlichen Effekt.

Kann man auch beim Kochen Geld sparen? Die Antwort ist ja!

2. Wohnräume nicht zu kalt werden lassen

Wer zu wenig heizt, nur um zu sparen, erreicht damit am Ende genau das Gegenteil. Denn es kostet viel mehr Energie einen völlig heruntergekühlten Raum wieder aufzuheizen, als eine angenehme Temperatur zu halten. Außerdem steigt in zu kühlen Räumen das Risiko für Schimmel.

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3. Türen zu kühleren Räumen geschlossen halten

Tür zu, es zieht! Damit jeder Raum seine individuelle Wohlfühltemperatur behält, solltest du die Türen zu kälteren Räumen schließen. Dringt warme, feuchte Luft in kühle Räume ein, bildet sich dadurch Kondenswasser und die Schimmelgefahr steigt wieder.

4. Heizkörper nicht durch Möbel versperren

Damit die Heizkörper die Wohnräume optimal heizen, sollten keine Möbel oder andere Gegenstände vor oder auf die Heizkörper gestellt werden. Auch Vorhänge können die Heizleistung beeinträchtigen. Während Teppiche und Läufer zu einer gemütliche warmen Wohnung beitragen können, sind sie bei einer Fußbodenheizung nicht zu empfehlen.

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5. Heizkörper regelmäßig entlüften

Wenn zu viel Luft in den Heizkörpern ist, machen sich diese durch ein Gluckern bemerkbar. Das bedeutet: Der Heizkörper wird nicht mehr richtig warm und muss entlüftet werden. Durch regelmäßiges Entlüften jährlich zu Herbstbeginn lassen sich die Heizkosten deutlich verringern. Dafür stellst du die Umwälzpumpe ab, drehst den Heizkörper auf und drehst das Ventil mit einem Entlüftungsschlüssel auf.

6. Wohnung richtig lüften

Beim Kochen, Duschen und durch die Atemluft sammelt sich Feuchtigkeit in der Wohnung. Diese muss durch regelmäßiges Stoßlüften abziehen. Dafür am besten gegenüberliegende Fenster für fünf Minuten vollständig öffnen, sodass ein Durchzug entsteht. Schlafzimmer sollten immer morgens gelüftet werden, Badezimmer und Küche immer dann, wenn Wasserdampf entstanden ist. Bei gekippten Fenster wird die Luft nur teilweise ausgetauscht, gleichzeitig geht aber viel Wärme verloren, deshalb sind sie eine echte Heizkostenfalle.

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7. Nachts Rollläden runterlassen

In der Nacht sollten die Fenster geschlossen bleiben, da es draußen zu sehr abkühlt. Geschlossene Rollläden verhindern zusätzlich, dass Wärme verloren geht. Bei Fenstern mit Isolierverglasung verlierst du durch heruntergelassene Rollläden bis zu 80 Prozent weniger Wärme.

Im Clip erfährst du mehr darüber, wie du Geld mit eigenen Solarmodulen sparst:

Sollte man die Heizung immer anlassen?

Auch wenn du verreist und die Heizung eigentlich gar nicht brauchst, ist es besser, sie auf niedriger Temperatur weiterlaufen zu lassen. So behält die Wohnung eine Temperatur von etwa 12-15 Grad und kann so schneller wieder aufgeheizt werden. Geschlossene Rollläden dienen als zusätzliche Wärmedämmung. Wenn du die Heizung komplett abstellst, können Heizungsrohre bei Frost kaputt gehen und durch das Abkühlen der Raumluft kann Feuchtigkeit an den Wänden kondensieren und zu Schimmel führen. Dann hätten Sie zwar Heizkosten gespart, müssten allerdings wieder viel Geld in die Renovierung stecken.

Ist ein Teelichtofen eine geeignete Alternative zum Heizen?

Um Heizkosten zu sparen, greifen immer mehr Menschen auch zu alternativen Heizmethoden. Warum nicht mit gemütlichem Kerzenlicht die Wohnung wärmen? Ein Do-it-yourself Ofen aus Teelichtern und einem umgedrehten Tontopf sorgt gerade bei TikTok für Aufsehen und soll durch den kalten Winter helfen. Der Tontopf soll die Wärme der Teelichter speichern und an den Wohnraum abgeben. So gemütlich das Kerzenlicht auch ist, ist es keine geeignete Methode, um eine Wohnung zu heizen. Ein Teelicht hat eine Heizleistung von nur etwa 30 Watt, daran ändert sich auch durch den Tontopf nichts. Umgerechnet wäre eine Kilowattstunde Heizenergie aus Teelichtern dementsprechend viel teurer als herkömmliches Heizen mit Gas. Experten warnen zudem vor der Brandgefahr.

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