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AUS BLÄTTERN wird so nährreiche ERDE

Laub harken, sammeln und kompostieren: Darauf musst du achten

  • Aktualisiert: 05.10.2022
  • 13:46
© picture alliance/dpa | Matthias Bein

Wenn im Herbst die Bäume ihre Blätter abwerfen, bedeutet das für Gartenbesitzer jede Menge Arbeit. Laub harken, sammeln und  kompostieren. Aber wie funktioniert das eigentlich richtig? Hier erfährst du, wie du aus Herbstlaub schnell gute Erde für neue Triebe machst.

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Kompost aus Herbstlaub: Gute Gartenerde dank Herbstlaub

Bevor die Bäume im September ihre Blätter abwerfen, entziehen sie ihnen alle Nährstoffe. Herbstlaub ist daher von Natur aus nährstoffarm. Für den Kompost ist das Laub dennoch gut geeignet, denn vermischt mit anderen Gartenabfällen wird daraus perfekte Komposterde.
Für alle, die einen Kompost anlegen möchten oder dies bereits getan haben, gilt daher: Laub, Rasenschnitt und Gemüsereste gut vermengen – das ergibt ein optimales Verhältnis von stickstoffreichen und nährstoffarmen Teilen.

Neben Kompost gibt es im Herbst noch einiges mehr im Garten zu tun. Bestimmte Sorten von Obst und Gemüse sind jetzt reif für die Ernte. Auch immergrüne Pflanzen und Geranien brauchen im Herbst eine besondere Zuwendung. Du möchtest im nächsten Jahr keine Nacktschnecken-Plage? Dann solltest du ebenfalls im Herbst handeln.

Im Clip gibt's noch mehr Infos zu den Garten-To-Dos im Herbst.

Kompost aus Herbstlaub: Nicht jedes Laub ist verwendbar

Jede Laubbaumart hat unterschiedliche Eigenschaften, das wirkt sich auch auf das jeweilige Kompostierverhalten aus.

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Von diesen Bäumen eignen sich die Blätter besten für den Kompost:

  • Hainbuche
  • Esche
  • Eberesche
  • Linde
  • Obstbäume

Diese verroten nämlich besonders schnell. Das Blattwerk anderer Bäume hingegen verrottet nur langsam, weil es viel Gerbsäure enthält und eignen sich nicht optimal.

Von diesen Bäumen eignen sich die Blätter nicht für den Kompost:

  • Eiche
  • Kastanie
  • Platane
  • Pappel
  • Buche

Aus ihren Blättern lässt sich statt Kompost schöne Herbst-Deko herstellen. Sieh dir hier kreative Bastel-Ideen für den Herbst an.

Tipp: Um die Säure zu neutralisieren, kannst du das Laub zerkleinern und mit etwas Steinmehl vermischen.

Übrigens: Sowohl Rasenmäher als auch Laubsauger können beim Zerkleinern der Blätter helfen. Eine Ausnahme solltest du bei Nussbaumlaub machen – die Blätter der Walnuss sind nämlich giftig und sollten daher bei großen Mengen lieber in der Biotonne verschwinden.

Kompost aus Herbstlaub: Achtung, Nässe!

Ist der Sommer vorbei, gibt's wieder mehr Regentage. Die Folge: Das Herbstlaub wird nass. Bevor Sie das Laub kompostieren, sollten Sie es unbedingt etwas trocknen lassen, andernfalls bildet sich womöglich Schimmel im Kompost. Sammeln Sie die Blätter in einem Plastiksack und warten Sie entweder auf einen sonnigen Tag oder legen Sie sie an einem trockenen Ort, zum Beispiel in der Garage, aus. Das Laub muss nicht ganz trocken sein, aber tropfen sollte es im Idealfall auch nicht mehr.

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