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Pubertäre Herausforderungen: 9 starke Tipps für eine tiefere Bindung zu deinen Kids

  • Aktualisiert: 13.11.2023
  • 12:30 Uhr
  • Katharina Heine
Mit diesen 9 Tipps kannst du die Beziehung zu deinem Teenie verbessern.
Mit diesen 9 Tipps kannst du die Beziehung zu deinem Teenie verbessern.© kleberpicui - stock.adobe.com

Das Kind kommt in die Pubertät - für viele Eltern und Familien kann diese Zeit sehr herausfordernd sein. Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten können das Gefühl auslösen, die Bindung zum eigenen Kind zu verlieren. Doch das muss nicht sein: Verschiedene Tipps und Einstellungen können die Beziehung zu deinem pubertierenden Kind aufrechterhalten und stärken, sodass auch du diese Phase entspannter bewältigst.

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1. Nimm es nicht persönlich

Eltern bekommen von ihrem Kind in der Zeit der Pubertät vieles an den Kopf geworfen - auch Sätze, die im Nachhinein wirklich verletzend sein können. Doch dabei solltest du dich immer wieder zurückbesinnen und dir vor Augen führen: Dein Kind befindet sich gerade in einer Entwicklungsphase. Es kann seine Gefühle noch nicht genau zuordnen, verstehen oder auch ausdrücken. Schwierigkeiten bei der Selbstkontrolle kommen da auch oft einher. Auch, wenn es schwerfällt, nach einem: "Du verstehst mich nicht, ich hasse dich!" gelassen zu bleiben, solltest du diese Sätze nicht persönlich nehmen. Schimpfen und den Streit weiter provozieren, all das wirkt sich in diesem Fall noch weiter negativ auf eure Beziehung aus.

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Im Clip: Wie kommt man als Familie am besten durch die Pubertät?

2. Versuche, dein Kind nicht ändern zu wollen

In der Pubertät spielt das Thema Selbstfindung eine wichtige Rolle. Dein Kind entwickelt sich zu einer erwachsenen Person, testet Neues aus und experimentiert mit der eigenen Identität. Da kann es schnell vorkommen, dass Eltern nicht begeistert vom neuen Kleidungsstil oder den Gewohnheiten des Kindes sind. Auf diese können Eltern ihr Kind hinweisen, jedoch mit Bedacht und nicht fortlaufend. Wirfst du deinem Kind ständig an den Kopf, dass du mit seinem Lebensstil nicht zufrieden bist, wird es sich immer mehr von dir entfernen und deine Ratschläge ablehnen.

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3. Habe Vertrauen

In der Pubertät braucht ein Kind das Vertrauen seiner Eltern. Eine ständige Überwachung und das Kritisieren des Handels wirken sich schlecht auf die Eltern-Kind-Beziehung aus. Stattdessen sollten Eltern ihrem Kind lieber den Rücken stärken und es "einfach mal machen lassen". Befürchte nicht immer das Schlimmste und habe Vertrauen in dein Kind. Nur durch das Loslassen der Eltern kann es sich entwickeln und selbstständig neue Erfahrungen sammeln und ausprobieren.

Vertrauen ist auch ein wichtiger Aspekt für einen harmonischen Umgang mit den Großeltern. Warum? Das erfährst du hier: Kindererziehung zwischen den Generationen - was tun, wenn sich Großeltern ständig einmischen?

4. Sei einfühlsam

Auch, wenn das Teenager-Kind oft den Anschein macht, dass es den Rat und die Zuneigung der Eltern nicht mehr braucht, wird es immer wieder Momente geben, wo du für dein Kind da sein solltest. Gerade, wenn dein Kind Sorgen plagen oder der erste große Liebeskummer ansteht, solltest du als Elternteil sehr einfühlsam handeln. Aber auch im Alltag lohnt es sich, immer für dein Kind da zu sein - sowohl emotional als auch körperlich. Kleine Alltagsgewohnheiten wie eine Umarmung oder ein Kompliment stärken die Bindung zu deinem Kind.

Hat dein Kind großen Liebeskummer oder andere Sorgen? Dann handele einfühlsam und sei für deine Tochter oder deinen Sohn da.
Hat dein Kind großen Liebeskummer oder andere Sorgen? Dann handele einfühlsam und sei für deine Tochter oder deinen Sohn da.© Halfpoint - stock.adobe.com
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5. Rede mit deinem Kind, wenn es möchte

Gespräche mit deinem Kind sind vor allem in der Teenagerzeit sehr wichtig. Deshalb solltest du jede Gelegenheit nutzen und auf die Gespräche deines Kindes eingehen - und das egal zu welcher Uhrzeit. Da kann es auch schnell mal vorkommen, dass dein Kind mitten in der Nacht nach einer Party dir sein Herz ausschütten und Zuneigung bekommen möchte. Auch, wenn du zu dieser Uhrzeit dich lieber wieder ins Bett legen willst, solltest du auf die Bedürfnisse deines Kindes eingehen. Wichtig: Rede mit deinem Kind nur, wenn es auch reden möchte. Erzwungene Gespräche mit Ratschlägen, worauf dein Teenager keine Lust hat, erweisen sich hier eher als kontraproduktiv. Mache hingegen deinem Kind klar, dass es jederzeit zu dir kommen kann, wenn es einen Rat oder moralische Unterstützung braucht. Sätze wie "Ich bin im Garten, falls du etwas brauchst", machen deinem Kind klar, dass es jederzeit zu dir kommen kann.

6. Ein tägliches Gespräch

Sei es morgens beim Frühstück, nach der Schule oder kurz vor dem Schlafengehen: Nimm dir mindestens einmal am Tag Zeit, mit deinem Kind zu reden. Am besten ist es, wenn du dieses Gespräch zur Routine werden lässt und immer wieder zum gleichen Zeitpunkt auf dein Kind zugehst. Dein Kind wird diese Routine bemerken und sie ausnutzen, um mit dir über wichtige Dinge zu sprechen. Bedenke aber auch, dass dein Kind nicht bei jedem Gespräch dir seine Gefühle offenbaren oder dich nach einem Rat fragen wird - verlange das auch nicht! Achte außerdem darauf, nicht immer dieselbe Frage zu stellen. Ein sich wiederholendes "Wie war dein Tag?" lässt dein Kind schnell denken, dass du rein aus Gewohnheit fragst und insgeheim kein Interesse hast.

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7. Gute und schlechte Interaktionen ausgleichen

Um eine gute Beziehung aufrechtzuerhalten, solltest du ein gutes Gleichgewicht zwischen guten und schlechten Interaktionen finden. Auf ein Gespräch, von dem dein Kind genervt oder schlecht gelaunt ist, sollte in Zukunft eine Tat oder eine Unterhaltung folgen, die es glücklich macht. Ein Lob über schulische Leistungen oder ein Dankeschön, dass es eine Haushaltsaufgabe erledigt hat, können hier viel bewirken. Aber auch ein Lächeln kann von deinem Kind gut aufgefasst werden.

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8. Gemeinsame Aktivitäten

Neben Gesprächen können gemeinsame Hobbys und Rituale dazu führen, dass die Beziehung zwischen deinem Kind und dir sich verbessert. Sei es ein Spaziergang im Wald, ein Gesellschaftsspiel, was ihr schon immer gern zusammen spielt oder eine neue Sportart - sucht euch Aktivitäten aus, die euch beiden Spaß machen. Diese können sowohl zu Hause als auch außerhalb der eigenen vier Wände stattfinden. Achte hier jedoch darauf, dass du nicht ein Hobby von deinem Teenager einfach nachmachst. Dies könnte deinem Kind peinlich werden.

9. Schätze die Zeit

Das Wichtigste kommt zum Schluss: Schätze die Zeit mit deinem Kind. Gerade im Teenageralter möchte dein Kind sich möglichst unabhängig zeigen und auch entwickeln. Lasse deinem Kind deshalb genug Freiraum, habe aber keine Scheu, es auch mal wieder ohne Vorwarnung in den Arm zu nehmen. So zeigst du deinem Kind, dass es sich frei entfalten darf und trotzdem auf deine Unterstützung und Zuneigung zählen kann.

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