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Rätsel der Nacht

Traumdeutung: Das verbirgt sich hinter deinen Träumen!

  • Aktualisiert: 14.02.2024
  • 11:10 Uhr
  • Anna Ullrich
Was dich gerade beschäftigt, versucht deine Psyche in Träumen zu verarbeiten.
Was dich gerade beschäftigt, versucht deine Psyche in Träumen zu verarbeiten.© Ilona - stock.adobe.com

"Träum was Schönes" wünschen wir unseren Liebsten zum Einschlafen. Aber warum träumen wir überhaupt - und was hat das nächtliche Kopfkino zu bedeuten?

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Auch, wenn du dich am Morgen nicht immer daran erinnern kannst: Wir alle träumen im Schlaf. Ob wir uns daran erinnern können, hängt davon ab, wie tief der Schlaf ist und wann man aufwacht. Die intensivsten Träume haben wir nämlich in der sogenannten REM-Schlaf-Phase. REM steht für "Rapid Eye Movement", da sich die Augen in dieser Schlafphase schnell bewegen. Forscher gehen davon aus, dass das bildhafte Träumen in dieser Schlafphase besonders intensiv ist. Außerdem hat man festgestellt, dass während der REM-Phasen im Gehirn die Areale besonders aktiv sind, die für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig sind – die Amygdala ist beim Träumen sogar aktiver als wenn wir wach sind. Im Schnitt dauert eine Traumphase 15 bis 20 Minuten.

Im Clip: Hilft die Schlaf-Tagebuch-Methode für besseren Schlaf?

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Träume: Das können sie bedeuten

Flüchtig, verwirrend und fernab jeder Realität – Träume scheinen oft zusammenhanglos. Doch mit der Frage nach der Bedeutung hinter unseren Träumen beschäftigt sich die Menschheit schon seit der Antike. Damals glaubten die Menschen, ihre Träume seien von Gott gesandt, der ihnen eine Botschaft überbringen wolle oder von Dämonen, die versuchten, sie in Versuchung zu führen. Eine ähnlich moralische Interpretation lieferte später der Psychologe Sigmund Freud. Er war der Meinung, Träume seien Ausdruck unbewusster Wünsche und Bedürfnisse. Dabei gehe es meist um unterdrückte sexuelle Triebe und eine Botschaft des Traumes, die jedoch durch eine innere Zensur verzerrt würde. Diese Theorie gilt inzwischen jedoch als veraltet.

Bis heute ist unklar, warum wir überhaupt träumen. Psychologen interpretieren Träume heute eher als Ausdruck der Gefühlswelt. Während des Träumens erleben wir Alltagssituationen erneut und verarbeiten dabei unsere Erlebnisse und die Emotionen, die diese in uns hervorrufen. Träumen ist also gesund für die Psyche und kann dabei helfen, die Dinge klarer zu sehen. Der Rat "Schlaf eine Nacht darüber" ist also durchaus nützlich. Auch die Informationsverarbeitung wird durch Träumen gefördert und die Gedächtnisleistung verbessert, da das Gehirn im Schlaf weiter arbeitet. Und: Wiederkehrende Träume können einen Hinweis darauf geben, was uns emotional gerade beschäftigt. Hier kommt das Thema Traumdeutung ins Spiel.

Während des Schlafes erholt sich unser Körper und repariert geschädigte Zellen und Gewebe.
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Traumdeutung: Häufige Träume und ihre Bedeutung

Zugegeben, Traumdeutung klingt ein bisschen wie Wahrsagen. Doch in der Traumforschung werden tatsächlich verschiedene Traummuster unterschieden und mögliche Deutungen vorgeschlagen:

  • Verfolgt werden: Das Gefühl, das hinter diesem Traum steckt, ist meistens Angst und das Weglaufen vor etwas, mit dem wir uns nicht auseinandersetzen wollen.
  • Fallen: Hinter diesem Traum vermuten Traumforschende Kontrollverlust, Unsicherheit und geringen Selbstwert. Tritt dieser Traum häufiger auf, lohnt es sich dem auf den Grund zu gehen.
  • Fliegen: Kann als Symbol für Freiheit oder Selbstüberschätzung gedeutet werden.
  • Fremdgehen: Wären wir nun bei Freud oder beim Wahrsagen, wäre dies wohl ein Warnsignal. Doch dieser Traum muss gar kein Grund zur Sorge sein, sondern kann als Sehnsucht nach Veränderung gedeutet werden, die gar nicht unbedingt etwas mit der Partnerschaft zu tun hat.
  • Eine Prüfung ablegen: Der Traum von einer quälenden Prüfungssituation kann als Hinweis darauf gedeutet werden, dass wir uns einer Situation nicht gewachsen fühlen.
  • Nackt in der Öffentlichkeit: Diese Träume können als Hinweis auf Angst vor Bloßstellung und Verletzlichkeit interpretiert werden.
  • Vom Ex-Freund träumen: Wenn im Traum plötzlich der Ex wieder auftaucht, der im realen Leben schon lange keine Rolle mehr spielt, steht vielleicht ein Gefühl von Einsamkeit dahinter oder man verarbeitet noch immer die Verletzung, die zur Trennung geführt hat.

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Träume deuten: Wie funktioniert Traumdeutung?

Ein Traum-Tagebuch ist ein effektives Mittel zur Traumdeutung und kann im ersten Schritt zunächst dabei helfen, sich an seine Träume zu erinnern. Ob du dabei deine Notizen in einem Tagebuch oder Notizheft oder einfach auf deinem Smartphone festhältst, ist Geschmackssache. Nach einiger Zeit wird das morgendliche Träume festhalten zu einem Teil deiner Morgen-Routine. Denn um die eigenen Träume selbst zu deuten, sollte man seine Träume über einen längeren Zeitraum genau beobachten. Es ist dabei wichtig, gleich morgens nach dem Aufwachen alle Erinnerungsfetzen so detailliert wie möglich festzuhalten, denn je länger du damit wartest, desto mehr Details gehen verloren. So werden mit der Zeit möglicherweise Zusammenhänge zwischen einzelnen Träumen sichtbar.

Neben den Traumbildern sind vor allem auch die Gefühle wichtig, die du mit den Handlungen in deinem Traum verbindest. Beobachte, ob bestimmte Träume oder Symbole immer wiederkehren. Mithilfe eines Traum-Tagebuchs kann man die eigenen Träume deuten. Dabei gilt es, Logik und Vernunft auszuschalten – Träume sind oft bizarr und unlogisch – denn es geht um die Gefühle, die den Traum kennzeichnen. Halte nicht zu stark an den Symbolen des Traumes fest, sondern stelle die Emotionen in den Vordergrund. Auf diese Weise lassen sich Verbindungen zwischen dem realen Leben und den Handlungen des Traumes knüpfen. Doch Vorsicht: Manchmal stammen die Bilder, die der Kopf im Schlaf spinnt, aber auch einfach aus einem Film oder Buch, das man vor dem Schlafengehen gelesen hat.

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Träume deuten: Wie seriös ist Traumdeutung?

Traumdeutung funktioniert heute noch nicht viel anders als in der Antike, als Menschen versuchten, mit ihren Kenntnissen über die Welt eine Erklärung für ihre Träume zu finden. Allerdings hat sich unser Kenntnisstand über die Welt verändert, durch diese neuen Erkenntnisse wird auch das Traumdeuten heute ergänzt. Neurowissenschaftler bezweifeln die Sinnhaftigkeit von Traumdeutung. Mit dieser Prämisse erfolgt das Traumdeuten "auf eigene Gefahr" und sollte höchstens als Versuch verstanden werden, die eigenen Gefühle zu entschlüsseln. Es gibt allerdings konkrete Situationen, in denen die Träume durch äußere Einflussfaktoren so stark verzerrt sind, dass sie nicht sinnvoll zu deuten sind.

  1. Medikamente, Alkohol und Drogen: Wer unter dem Einfluss von Medikamenten, Alkohol oder Drogen steht, sollte seinen Träumen nicht allzu viel Bedeutung beimessen, da der Körper mit dem Abbau dieser Stoffe beschäftigt ist.
  2. Körperliche Bedürfnisse: Extreme Müdigkeit, Hunger oder Durst können die Träume stark beeinflussen und deuten dann nur auf den aktuellen Mangel hin.
  3. Filme vor dem Schlafengehen: Wer abends noch einen Horrorfilm schaut, sollte sich nicht über Alpträume wundern. Doch auch andere Filme oder Bücher oder Ereignisse kurz vor dem Schlafen nimmt das Gehirn häufig mit in den Traum. Diese beeinflussten Träume sind für die Traumdeutung ungeeignet
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