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Mehrzahl aus Syrien

54.899 Flüchtlinge in der Ägäis aufgegriffen

  • Veröffentlicht: 07.08.2015
  • 13:26 Uhr
  • dpa
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Im ersten Halbjahr 2015 sind 124.000 Migranten in Griechenland angekommen, allein im Juli knapp 55.000. Das Land droht unter der Belastung zusammenzubrechen.

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Die griechische Küstenwache hat eigenen Angaben zufolge allein im Juli 54.899 Flüchtlinge in der Ägäis aufgegriffen. Zudem wurden 47 Schleuser festgenommen, wie die Küstenwache am Freitag mitteilte. Der Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) für Griechenland, Giorgos Tsarbopoulos, sprach von einer dramatischen Lage. Die Behörden und die Hilfsorganisationen seien überfordert, sagte er im griechischen Rundfunk.

Im ersten Halbjahr sind in Griechenland 124.000 Migranten angekommen. 63 Prozent von ihnen stammten aus Syrien, sagte Tsarbopoulos. Durch die Ägäis führen Routen, über die Schleuser Migranten nach Europa bringen.

"Krise in der Krise"

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras sagte am Freitag im griechischen Staatsfernsehen (ERT), es sei kein alleiniges Problem von Griechenland. Daran werde sich zeigen, ob es ein Europa der Solidarität gebe oder jeder sich nur um seine Grenzen kümmere. "Griechenland erlebt eine Krise in der Krise", sagte er. "Wir tun alles, was wir können, um diese Menschen menschlich zu behandeln." Die EU müsse sofort handeln.

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