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Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes

Angela Merkel besucht Russland

  • Veröffentlicht: 10.05.2015
  • 15:36
  • dpa
dpa

Bundeskanzlerin Merkel reist nach Moskau und will mit Präsident Putin über die Ukraine reden.

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Nach der großen Siegesfeier zum Triumph der Sowjetunion über Hitler vor 70 Jahren haben Kanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putinin Moskau die Weltkriegsopfer geehrt. Gemeinsam legten sie am Sonntag am Grabmal des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Eine Militärkapelle spielte die deutsche und die russische Nationalhymne sowie einen Trauermarsch.

Gedenken an die Opfer

Anschließend gingen Merkel und Putin zu Fuß durch den Alexandergarten in den Kreml. Dabei unterhielten sie sich angeregt - ohne Dolmetscher, denn Putin spricht Deutsch und Merkel Russisch.

"Wir verneigen uns vor den Opfern", sagte Merkel. "Wir haben aus bitteren Erfahrungen gelernt, schwierige Situationen - und eine solche haben wir jetzt - mit friedlichen und diplomatischen Mitteln zu überwinden", sagte die Kanzlerin vor dem Gespräch mit Putin, in dem es vor allem um den Ukraine-Konflikt gehen sollte. "Deshalb ist es gut, dass wir die Möglichkeit haben, etwa auch über die territoriale Integrität der Ukraine zu sprechen."

Konflikt in der Ukraine ein Thema

Putin rief zu einer raschen Lösung der "Probleme" zwischen Russland und Deutschland auf. "Je schneller diese Probleme aufhören, die Beziehungen negativ zu beeinflussen, desto besser", meinte er.

Merkel reiste einen Tag nach der größten Militärparade in der jüngeren Geschichte Russlands zum Tag des Sieges nach Moskau. Viele westliche Staats- und Regierungschefs hatten Putins Einladung zur Siegesfeier mit der martialischen Waffenschau wegen Russlands Haltung in der Ukraine-Krise boykottiert. Sie sehen Russland als "Aggressor" in dem blutigen Krieg zwischen der prowestlichen Führung in Kiew und prorussischen Separatisten im Donbass.

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