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Liveticker zu Krim-Krise

Angela Merkel kritisiert Wladimir Putin

  • Veröffentlicht: 03.03.2014
  • 06:45
  • mre, N24, DPA, RTR, AFP, AP
DPA

Liveticker hier aktualisieren.
Alle Videos zur Lage in der Ukraine finden Sie hier

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21:20 Uhr: Russland will "keinen Krieg" mit der Ukraine

Russland will nach Angaben des Außenministeriums in Moskau keinen Krieg mit der Ukraine. "Wir sind dagegen, dass jemand diese Terminologie verwendet im Verhältnis mit der uns nahen Ukraine", sagte Vizeaußenminister Grigori Karassin am Sonntag im russischen Staatsfernsehen. Russland werde alles tun, um die bilateralen Beziehungen zu festigen - "zumal davon die Stabilität in Europa" abhänge. "Das sollten auch die westlichen Politiker verstehen, die uns mit den letzten Worten beschimpfen", sagte der Diplomat. 

21:05 Uhr: NATO spricht von "Bruch internationalen Rechts"

Die NATO-Regierungen haben das militärische Vorgehen Russlands auf der Krim und eine mögliche Militäraktion in der Ukraine scharf verurteilt. "Ein militärisches Vorgehen der Streitkräfte Russlands gegen die Ukraine ist ein Bruch des internationalen Rechts", sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Abend nach einer Krisensitzung des NATO-Rates in Brüssel. "Wir fordern Russland auf, die Spannungen zu verringen." In einer Erklärung des Nato-Rates heißt es, die Nato stehe auf Seiten der Ukraine als "einem geschätzten Partner".

20:55 Uhr: Großbritannien boykottiert Paralympics in Sotschi

Wegen des aggressiven Vorgehens Russlands in der Ukraine wird die britische Regierung die Paralympischen Spiele in Sotschi boykottieren. Dies teilte Premierminister David Cameron am Sonntagabend in einer Twitter-Nachricht mit. Zur Begründung verwies er auf die "ernste Lage" in der Ukraine, wo russische Truppenverbände verstärkt worden sind und eine Auseinandersetzung zwischen russischen und ukrainischen Einheiten droht.

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Das Amt des Premierministers in London erklärte, Russland habe die "Souveränität und staatliche Einheit der Ukraine verletzt". Unter diesen Umständen sei es "unangebracht", dass britische Minister an den Paralympics teilnehmen. Die "Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderungen" sollen am 7. März im südrussischen Sotschi beginnen. 

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20:45 Uhr: Putin rechtfertigt sich gegenüber Merkel

Kremlchef Wladimir Putin hat bei einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel den möglichen russischen Militäreinsatz in der Ukraine verteidigt. Der Präsident habe Merkel erklärt, dass die Ereignisse auf der Halbinsel Krim und in der Ukraine insgesamt eine Gefahr für das Leben russischer Bürger und der russischsprachigen Bevölkerung seien, teilte der Kreml in Moskau mit. Auf Merkels Besorgnis habe Putin geantwortet, dass die Gefahr von Gewalt nicht gebannt sei. Die von Russland bisher eingeleiteten Schritte seien angemessen, zitierte der Kreml Putin. Ziel sei es, die Lage weiter auf friedlichem Weg zu stabilisieren.

19:30 Uhr: Rumäniens Präsident spricht von "russischem Angriff"

Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu hat das russische Vorgehen auf der Halbinsel Krim als Angriff auf die Ukraine gewertet. "Im Augenblick meinen wir, dass die Ukraine von den Kräften der Russischen Föderation angegriffen wird", sagte Basescu am Sonntagabend in einer Fernsehansprache. Der Konflikt auf der Krim gefährde "mittel- und langfristig" auch die Sicherheit des Schwarzmeer-Landes Rumänien. Der gestürzte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch habe jede Legitimität verloren. Er solle auch formell zurücktreten, verlangte Basescu.

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19:10 Uhr: Ukraine wirft Marine-Chef Hochverrat vor

Die Ukraine entlässt den Kommandeur der Marine und wirft ihm Hochverrat vor. Er habe sich geweigert, gegen die Russen zu kämpfen und das Hauptquartier in Sewastopol aufgegeben, teilte der stellvertretende Sekretär des Sicherheitsrates der Ukraine mit.

19:00 Uhr: Steinmeier sieht G8-Ausschluss Russlands skeptisch

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich skeptisch zu dem Vorstoß seines US-Kollegen John Kerry geäußert, Russland wegen seines Vorgehens in der Ukraine notfalls aus der Gruppe der G8 auszuschließen. "Ich bin eher bei denen, die sagen, das G8-Format ist das einzige Format, in dem wir aus dem Westen noch mit Russland unmittelbar sprechen", sagte Steinmeier der ARD. "Und sollten wir wirklich dieses einzige Format opfern? Ich denke, wir sollten sehen, dass wir zur Deeskalation in der Ukraine beitragen und nicht jedmögliche Verschärfung herbeireden. Das wird im Zweifel nicht helfen."

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18:20 Uhr: Ukrainischer Marine-Chef läuft über

Der Chef der ukrainischen Marine hat den prorussischen Regionalbehörden auf der Halbinsel Krim seine Gefolgschaft zugesagt. Dies gab Admiral Denis Beresowski am Sonntagabend persönlich im Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim bekannt. "Ich schwöre, die Anordnungen der Führung der autonomen Republik der Krim zu befolgen", sagte Beresowski in einer vom Fernsehen ausgestrahlten Erklärung. Er war erst am Freitag vom neuen ukrainischen Übergangs-Präsidenten Alexander Turtschinow zum Kommandeur der Marine ernannt worden.

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17:55 Uhr: Tusk warnt vor möglichem Weltkrieg

Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat im Ukraine-Konflikt "harten Druck" auf Russland gefordert. Die Welt dürfe ihren Blick nicht von der Ukraine abwenden, teilte Tusk nach parteiübergreifenden Konsultationen in Warschau mit. "Dieser Konflikt hat alle Anzeichen eines Konflikts, der einen Krieg auslösen könnte, welcher alle Staaten der Welt betreffen würde", warnte der konservative Politiker. Die Folgen wären schwerwiegend, für Polen gehe es um eine "Frage des Seins oder Nichtseins". Tusk forderte, die Modernisierung der polnischen Armee zu beschleunigen.

17:25 Uhr: Hunderte Kriegsgegner in Moskau festgenommen

Bei Protesten gegen einen russischen Militäreinsatz in der Ukraine am Sonntag in Moskau sind nach Angaben von Aktivisten hunderte Demonstranten festgenommen worden. Insgesamt habe die Polizei bei zwei Kundgebungen rund 350 Menschen gefasst, teilte die Bürgerrechtsgruppe Ovdinfo mit. Die Polizei sprach dagegen von etwa 50 Festnahmen wegen "Störung der öffentlichen Ordnung", wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. Einige Demonstranten reckten die ukrainische Landesflagge empor und trugen die blau-gelben Nationalfarben, auf ihren Plakaten stand die Parole "Nein zum Krieg".

Dagegen erlaubten die Behörden in mehreren Städten Kundgebungen von Anhängern des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die ein hartes russisches Eingreifen auf der Krim unterstützen. In Moskau nahmen laut Polizei rund 20.000 Menschen an einem Marsch teil, zu dem die Putin-Partei Vereintes Russland auf ihrer Webseite aufgerufen hatte. Der Partei zufolge sind viele Menschen in der Ukraine "Verfolgung und Gewalt ausgesetzt, weil sie Russisch sprechen und Russland freundlich gesinnt sind".

16:57 Uhr: Marineflotte noch komplett in Sewastopol

Die ukrainische Marine hat noch ihre komplette Flotte von zehn Kriegsschiffen im Hafen Sewastopol auf der Halbinsel Krim stationiert. Die Soldaten seien bewaffnet und verhielten sich zur Übergangsregierung in Kiew loyal, teilten die ukrainischen Behörden mit.

16.30 Uhr: USA drohen Russland mit Sanktionen

In der Ukraine-Krise hat US-Außenminister John Kerry Moskau am Sonntag mit Sanktionen gedroht, so auch mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen und Reiseverboten. In einem Interview des Senders ABC nannte Kerry das Vorgehen von Präsident Wladimir Putin auf der Krim einem "kühnen Akt der Aggression", der "sehr ernste Konsequenzen" nach sich ziehen könne.

"Alle Optionen sind auf dem Tisch", sagte der Minister. Auf Nachfragen, ob dies auch konkrete Sanktionen einschließe, antwortete Kerry: "Absolut." Auch ein Boykott des für Juni geplanten G8-Treffens in Sotschi sei eine "klare" Möglichkeit. Russland müsse begreifen, "das dies ernst ist. Wir meinen es todernst."

Kerry fügte aber hinzu, dass Russland noch die Möglichkeit habe, die richtigen Schritte zu ergreifen, um die Krise zu entschärfen. Die USA seien zur Zusammenarbeit bereit, wenn es darum gehe, rechtmäßigen Moskauer Besorgnissen und Interessen Rechnung zu tragen.

16.10 Uhr: Proteste vor russischer Botschaft in Berlin

Einige Hundert Menschen haben am Sonntag vor der Russischen Botschaft in Berlin gegen einen möglichen Militäreinsatz Russlands in der Ukraine protestiert. "Putin, Hände weg von der Ukraine", stand auf mehreren Schildern. Wie die Polizei berichtete, verlief die Demonstration zunächst friedlich.

Die etwa 350 Berliner Demonstranten gedachten mit einer Schweigeminute auch der Opfer der Machtkämpfe in der Ukraine. Sie kamen mit ukrainischen Flaggen und erinnerten mit einem Transparent an frühere russischen Invasionen, etwa in Georgien oder Afghanistan. Bereits am Samstag hatten spontan einige Menschen vor der Botschaft protestiert.

16.00 Uhr: Bewaffnete belagern ukrainischen Krim-Stützpunkt

Auf der ukrainischen Halbinsel Krim haben  nach offiziellen Angaben aus Kiew rund tausend bewaffnete Männer  den Eingang zum Stützpunkt einer Einheit der ukrainischen  Grenztruppen belagert. Wie das Verteidigungsministerium am Sonntag  in Kiew mitteilte, umzingelten die «bewaffneten Kämpfer» mit  Unterstützung von 20 Lastwagen den Stützpunkt der 36. Brigade der  Grenztruppen in Perewalne.

Das Verteidigungsministerium sprach von der "Gefahr einer Erstürmung" des Stützpunktes. Perewalne liegt südöstlich der Regionalhauptstadt der Krim, Simferopol.

Auch an anderen Orten auf der Krim sind ukrainische Einheiten von pro-russischen Truppen umstellt. Alexander Marquardt, Korrespondent des US-Senders ABC, twittert aus Simferopol: "Ich war heute bei einem kleinen (ukrainischen) Marinestützpunkt. An der Straßenecke stand eine (pro-russische) Milizeinheit, die zweimal die Kapitulation des Stützpunkts forderte. Der stellvertretende Kommandant weigerte sich und sagte, er sei bereit zu kämpfen."

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15.10 Uhr: Kerry droht Russland mit Verlust der G8-Mitgliedschaft

US-Außenminister John Kerry hat Russland vor einem Verlust seiner G8-Mitgliedschaft gewarnt. Wenn der Konflikt um die Ukraine weiter eskaliere, könnte Russlands Staatschef Wladimir Putin "keinen G8-Gipfel in Sotschi haben, er könnte sogar nicht in den G8 bleiben, wenn das so weitergeht", sagte Kerry am Sonntag dem US-Fernsehsender NBC. Wegen der russischen Truppen auf der ukrainischen Halbinsel Krim hatten bereits mehrere Staaten die Vorbereitungen für den kommenden G8-Gipfel auf Eis gelegt. Am Wochenende zogen sich neben den USA auch Großbritannien und  Frankreich aus den Vorbereitungstreffen zurück.

14.50 Uhr: Grüne fordern Sondersitzung des Bundestages

Wegen der Eskalation der Lage auf der Krim verlangen die Grünen eine Sondersitzung des Bundestags. Die Sitzung solle "in dieser Woche" stattfinden, erklärten Spitzenpolitiker der Grünen in Berlin. Die kommende Woche ist eigentlich sitzungsfrei. 

14.38 Uhr: Ukrainische Küstenwache zieht Schiffe von der Krim ab

Die ukrainische Küstenwache verlegt nach eigenen Angaben Schiffe von der Halbinsel Krim in andere Schwarzmeerhäfen.

14.22 Uhr: Auch London sagt G8-Vorbereitung ab

Auch der britische Außenminister William Hague kündigt an, die Gespräche zur Vorbereitung des G8-Treffens in Sotschi auszusetzen.

14.18 Uhr: Demonstranten in Moskau festgenommen

Wegen ihrer Teilnahme an Protesten gegen einen russischen Militäreinsatz in der Ukraine sind dutzende Demonstranten in Moskau festgenommen worden. Laut der Nachrichtenagentur Interfax wurden 40 Aktivisten wegen "versuchter Störung der öffentlichen Ordnung" im Zentrum der russischen Hauptstadt festgesetzt. Die Bürgerrechtsgruppe Ovdinfo bezifferte die Zahl der Festgenommenen auf 100.

14.11 Uhr: Frankreich sagt Vorbereitungstreffen auf G8-Gipfel ab

Frankreich sagt die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen für den G8-Gipfel in der russischen Stadt Sotschi ab, wie aus dem Präsidialamt in Paris verlautet.

13.23 Uhr: Ukrainischer Krim-Stützpunkt abgeriegelt

Rund tausend bewaffnete Männer haben am Sonntag einen Stützpunkt des ukrainischen Militärs auf der Halbinsel Krim umzingelt. Die Soldaten konnten das Gelände in Perewalne nicht verlassen. Sie platzierten einen Panzer vor dem Tor des Infanteriestützpunkts.

Kurz zuvor war nach Angaben von AP-Reportern vor Ort ein Konvoi mit mindestens 13 Truppentransportern mit jeweils 30 Soldaten sowie vier gepanzerten und bewaffneten Fahrzeugen angekommen. Die Fahrzeuge hatten russische Kennzeichen. Die bewaffneten Männern waren hingegen nicht zu identifizieren.

12.51 Uhr: Russland bedroht Frieden und Sicherheit in Europa

Die NATO hat Russland angesichts der Konfrontationslage auf der Krim vorgeworfen, "Frieden und Sicherheit in Europa" zu bedrohen. Die Regierung in Moskau müsse ihre "militärischen Aktivitäten und Drohungen" gegen die Ukraine beenden, erklärte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel vor Beratungen der Botschafter der 28 Bündnisstaaten. Diese würden über die Auswirkungen der Krise auf die europäische Sicherheit diskutieren, sagte Rasmussen weiter.

12.31 Uhr: Krim-Parlament will Staatenlösung

Die Schwarzmeer-Halbinsel Krim soll nach Vorstellung der neuen prorussischen Führung künftig als eigener Staat existieren. Das teilte Krim-Parlamentschef Wladimir Konstantinow der Agentur Interfax zufolge in Simferopol mit. Bei einem Referendum sollen die mehrheitlich russischsprachigen Krim-Bewohner demnach über eine Abspaltung von der Ukraine entscheiden. Die Volksbefragung solle eine Antwort darauf geben, ob der bisherige Status der Autonomen Republik in den eines Staates umgewandelt werde.

12.13 Uhr: Ukraine sperrt Luftraum für Militär-Flugzeuge

Die Ukraine sperrt nach Angaben von Übergangspräsident Alexander Turtschinow den Luftraum für Militärmaschinen.

11.47 Uhr: Steinmeier verschiebt Reise nach Georgien und Moldawien

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Kollege Laurent Fabius verschieben wegen der Eskalation ihre für Montag geplante gemeinsame Reise nach Moldawien und Georgien, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigt. Grund ist ein Sondertreffen der EU-Außenminister, zu dem die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton für Montag nach Brüssel geladen hat.

11.39 Uhr: Ukraine fordert Beobachter-Mission

Das ukrainische Parlament ruft die Staatengemeinschaft dazu auf, internationale Beobachter ins Land zu entsenden. Zudem bitten die Abgeordneten in Kiew das Ausland um Hilfe, um die Nuklearanlagen zu sichern.

11.21 Uhr: "Tiefe Besorgnis" in Großbritannien

Vor seinem Besuch bei Politikern der Übergangsregierung in Kiew hat Großbritanniens Außenminister William Hague seine "tiefe Besorgnis" über die Entwicklung in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Das britische Außenministerium hatte am Samstagabend den russischen Botschafter in London, Alexander Jakowenko, einbestellt, um ihm die britische Sichtweise zu erklären.

11.01 Uhr: Hinweise auf "humanitäre Katastrophe" in der Ukraine

Der russische Grenzschutz teilt nach einem Bericht der Agentur Tass mit, dass im Januar und Februar etwa 675.000 Ukrainer über die Grenze nach Russland kamen. Es gebe Hinweise auf eine "humanitäre Katastrophe".

10.39 Uhr: Ukraine beruft alle Reservisten ein

Die Ukraine beruft alle Reservisten ein. Das russische Parlament hatte am Samstag einen Militäreinsatz in dem Nachbarland gebilligt.

10.38 Uhr: Ukrainische Soldaten laufen über

Nach einem von Russland Präsident Wladimir Putin angedrohten Militäreinsatz auf der Halbinsel Krim sind ukrainische Soldaten Moskauer Medien zufolge massenhaft übergelaufen. Die Militärangehörigen hätten sich den neuen prorussischen Machthabern auf der Krim angeschlossen, meldeten Korrespondenten Moskauer Staatsmedien von der zur Ukraine gehörenden Halbinsel.

10.35 Uhr: Frankreich fordert Einstellung der G8-Vorbereitungen

Frankreich fordert wegen der Krise auf der Krim die Einstellung der Vorbereitungen für das G8-Treffen in Sotschi. Diese könnten erst weitergehen, wenn Russland zu Prinzipien zurückkehre, die mit den G8 und G7 im Einklang stehen, erklärt Außenminister Laurent Fabius in einem Radiointerview.

10:20 Uhr: Russischer Truppenkonvoi gesichtet

Auf der ukrainischen Halbinsel Krim hat es am Sonntag erneut Truppenbewegungen russischer Soldaten gegeben. Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachteten, wie Hunderte russischer Soldaten sich in einem Konvoi mit zwölf Lastwagen vom Standort der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf die Regionalhauptstadt Simferopol zubewegten. Zu sehen war auch ein bewaffnetes Armeefahrzeug vom Typ Tiger sowie zwei Rettungswagen.

09:20 Uhr: Auch Kanada sagt G8-Vorbereitungen ab

Wegen der russischen Drohungen gegenüber der Ukraine will sich Kanada nicht weiter an den Vorgesprächen für den G8-Gipfel im russischen Sotschi beteiligen. Zudem beorderte Kanada seinen Botschafter in Moskau für Konsultationen vorerst nach Hause, wie Premierminister Stephen Harper in Ottawa mitteilte. Weiter unterstütze Kanada die Forderung nach sofortiger Entsendung einer Beobachtermission aus UN und OSZE.

09:10 Uhr: Klitschko fordert unblutige Lösung des Konflikts

Der ukrainische Politiker und Ex-Boxchampion Vitali Klitschko hat zu einer Lösung des Konflikts mit Russland ohne Blutvergießen aufgerufen. Ukrainische Politiker versuchten derzeit, einen konstruktiven Dialog mit den russischen Machthabern aufzubauen, sagte Klitschko nach Angaben seiner Partei Udar (Schlag). "Wir sollten diese Frage nicht mit Hilfe von Gewalt und Waffen lösen, sondern auf dem Weg von Konsultationen", sagte er einer am Sonntag in Kiew veröffentlichten Mitteilung zufolge. Als Parlamentsabgeordneter sei er bereit, an einem konstruktiven Dialog mitzuwirken.

08:40 Uhr: USA setzen G8-Vorbereitungstreffen aus

Die USA setzen als Konsequenz aus dem Moskauer Vorgehen auf der Krim ihre Teilnahme an Konferenzen zur Vorbereitung des G-8-Treffens im russischen Sotschi aus. Das teilte das Weiße Haus nach einem Telefonat zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin mit. Der Gipfel der G8 in Sotschi ist für Juni geplant.

08:30 Uhr: Bewaffnete blockieren Straße zwischen Ukraine und Russland

Der Gouverneur der russischen Region Belgorod berichtet berichtet Interfax von dem Versuch bewaffneter Gruppen, am Samstag die Verbindungsstraße zwischen Moskau und der Krim an der russisch-ukrainischen Grenze zu blockieren.

08:00 Uhr: Russen entwaffnen Radarstation auf der Krim

Russische Kräfte entwaffnen nach Angaben von Interfax eine Radarstation auf der Krim. Dabei fordern sie die dort stationierten Soldaten dazu auf, sich auf die Seite der "rechtmäßigen" Führung der Krim zu schlagen, wie die Agentur unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Verteidigungsministerium berichtet.

7:30 Uhr: Hilfen für Ukraine sollen fast verdoppelt werden

Nach dem Machtwechsel in der Ukraine will das Bundesentwicklungsministerium die Hilfen für das Land fast verdoppeln. "Es kommt jetzt dringend darauf an, die Reformkräfte in der Ukraine zu stärken", sagte Ressortleiter Gerd Müller der "Welt am Sonntag" einem Vorabbericht zufolge. Die Hilfen für die Ukraine sollten um 20 Millionen Euro aufgestockt werden nach 21,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Unter anderem soll das Programm zur Förderung der klein- und mittelständischen Wirtschaft erweitert werden. Auch für den Gesundheitssektor sollen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. 

05:40 Uhr: Kerry warnt Moskau vor schwerwiegenden Folgen

US-Außenminister John Kerry hat Moskau vor schwerwiegenden Konsequenzen gewarnt, sollten russische Truppen in der Ukraine einmarschieren. Ohne "sofortige und konkrete Schritte" zu einer Entspannung der Lage müsse Russland mit tiefgreifenden Folgen für seine Beziehungen zu den USA und sein internationales Ansehen rechnen, erklärte Kerry am Samstag. Moskaus Aktionen verletzten das Völkerrecht und gefährdeten "den Frieden und die Sicherheit der Ukraine und der weiteren Region". 

02:30 Uhr: Kanada zieht Botschafter aus Moskau ab

Im Konflikt um die ukrainische Halbinsel Krim zieht Kanada seinen Botschafter aus Moskau ab. Das teilte Ministerpräsident Stephen Harper am Samstag nach einer Sonderkabinettssitzung in Ottawa mit. Zudem werde Kanada nicht an einem im Juni geplanten G8-Gipfel im russischen Sotschi teilnehmen. In seiner Erklärung verurteilte Harper Moskaus Militärintervention scharf und rief Kremlchef Wladimir Putin auf, seine Truppen zurückzuziehen.

00:00 Uhr: Obama wirft Putin Verletzung des Völkerrechts vor

US-Präsident Barack Obama hat seinem russischen Kollegen Wladimir Putin eine Verletzung der ukrainischen Souveränität und des Völkerrechts vorgeworfen. Die beiden Männer hätten in einem 90-minütigen Telefonat über die Krise auf der Krim gesprochen, teilte das Präsidialamt in Washington am Samstagabend mit. Obama forderte demnach Putin auf, die russischen Streitkräfte auf der Halbinsel zurück in die Kasernen zu rufen. Sollte Russland weiterhin gegen das Völkerrecht verstoßen, würde dies nur zu einer noch größeren politischen und wirtschaftlichen Isolation führen. 

22:58 Uhr: Putin zeigt sich unnachgiebig

Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte in einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Barack Obama, dass  Russland seine Interessen im Osten der Ukraine oder auf der Halbinsel Krim verteidigen wird. Dies meldet die Agentur Ria. Obama äußerte gegenüber Putin seine Besorgnis über die Pläne für eine russische Intervention in der Ukraine. Putin antwortete, er sei besorgt über "provokative und kriminelle Akte" durch Rechtsextreme, die durch die ukrainischen Behörden toleriert würden.

22:25 Uhr: Ukraine bittet NATO um Hilfe

Der ukrainische Außenminister Sergej Deschchiritsja hat die NATO um Beistand gebeten, um "die territoriale Unversehrtheit und Souveränität der Ukraine, die Bevölkerung des Landes und die ukrainischen Nukleareinrichtungen" zu schützen. 

Der NATO-Rat will am Sonntag in Brüssel über die Lage in der Ukraine beraten. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen teilte über Twitter mit, er habe das Gremium der Botschafter der 28 NATO-Staaten in Brüssel einberufen. Anschließend wollen die Mitglieder des Rates auch mit dem Botschafter der Ukraine bei der NATO im Rahmen der NATO-Ukraine-Kommission zusammentreffen.

21:40 Uhr: Obama beruft nationalen Sicherheitsrat ein

Nach dem grünen Licht des russischen  Parlaments für eine Truppenentsendung in die Ukraine hat  US-Präsident Barack Obama seinen nationalen Sicherheitsrat einberufen. Bei den Gesprächen im Weißen Haus in Washington solle es um die politischen "Optionen" der US-Regierung gehen, sagte ein Sprecher des Präsidenten. An der Unterredung nehmen unter anderem Verteidigungsminister Chuck Hagel, CIA-Direktor John Brennan, US-Generalstabschef Martin Dempsey und der nationale Geheimdienstdirektor James Clapper teil.

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