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Grünes Licht für weitere Hilfen erwartet

Athen einigt sich mit Geldgebern

  • Veröffentlicht: 17.11.2015
  • 10:50
  • dpa
dpa

Griechenland hat sich auf ein weiteres Reformpaket mit seinen Geldgebern geeinigt. Das soll den Weg für die nächste Finanzspritze für das Krisenland öffnen.

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Griechenland hat sich nach mehrtägigen intensiven Gesprächen mit den Kontrolleuren der Gläubiger auf ein Bündel von Reformen geeinigt. Dies öffne den Weg für die seit Wochen ausbleibende Hilfstranche, teilte am frühen Dienstagmorgen der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos mit. "Wir haben uns auf das, was erforderlich war, geeinigt", sagte Tsakalotos Reportern in Athen.
Wichtigstes Thema seien die sogenannten faulen Kredite. Diese haben inzwischen ein Gesamtvolumen von mehr als 100 Milliarden Euro erreicht. Etwa 25 Prozent der sozial schwächeren der Bürger, die die Kredite nicht mehr bedienen können, sollen vor einer Beschlagnahmung ihrer Wohnung geschützt werden. 

Neue Hilfen bereits am Freitag?

Auch nach der Einigung können neue Hilfsmilliarden nicht direkt fließen. Erst müsse das griechische Parlament am Donnerstag die nötigen Gesetze beschließen, berichteten EU-Diplomaten am Dienstag in Brüssel.
Eine Freigabe von insgesamt 12 Milliarden Euro könnte dann am Freitag vom Vorbereitungsgremium der Euro-Finanzminister auf den Weg gebracht werden. In der sogenannten Eurogroup Working Group (EWG) sind die Finanzstaatssekretäre der 19 Euroländer vertreten. Eine EWG-Beratung war auch für den Dienstag geplant.
Es geht um zehn Milliarden Euro für die griechischen Banken - das Geld ist bereits seit längerem auf einem Sonderkonto des Euro-Rettungsschirms ESM für Athen reserviert und schnell abrufbar. Zudem steht noch eine Kreditrate von zwei Milliarden Euro zugunsten des griechischen Haushalts aus. Das gesamte Rettungsprogramm hat einen Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro.

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