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Wenig Randalierer von außerhalb erwartet

Berliner Walpurgisnacht friedlich

  • Veröffentlicht: 01.05.2015
  • 10:53 Uhr
  • dpa
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Der Test für den 1. Mai verläuft weitgehend friedlich. Für ein zügiges Ende der Walpurgisnacht sorgt auch das Wetter. Die Polizei blickt verhalten optimistisch auf die Großdemonstration am Freitagabend. Ein Grund: Der abgeebbte Krawalltourismus.

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Die traditionelle Walpurgisnacht-Demonstration linker Gruppen in Berlin ist weitgehend friedlich verlaufen. Laut Polizei herrschte am Donnerstagabend zwar eine aggressive Grundstimmung, größere Zwischenfälle blieben aber aus. Nach vorläufigen Angaben von Polizeisprecher Stefan Redlich wurden vier Menschen festgenommen, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Vermummungsverbot. Ein Beamter wurde leicht verletzt. Laut Polizei blieb es bis zum frühen Freitagmorgen ruhig.

Seit 1987 hatte es in Berlin am 1. Mai und dem Vorabend immer wieder Krawalle von Linksautonomen und unpolitischen Randalierern gegeben. In den vergangenen Jahren ging es aber weniger gewalttätig zu.

Nach offiziellen Angaben beteiligten sich am Donnerstagabend rund 2700 Menschen an dem Marsch vom Stadtteil Wedding zum Prenzlauer Berg - ähnlich viele wie im vergangenen Jahr. Die Veranstalter sprachen von 5000 bis 6000 Menschen.

Teilnehmer warfen Farbbeutel, zündeten Feuerwerkskörper und zerstörten Scheiben einer Bushaltestelle. Vereinzelt kam es zu Schubsereien und Rangeleien zwischen Mitgliedern der linksautonomen Szene und Polizisten. Nach Ende der Demonstration löste sich die Menge auch wegen des regnerischen Wetters relativ schnell auf.

Wenig Randalierer von außerhalb erwartet

"Bislang können wir zufrieden sein", teilte Innensenator Frank Henkel (CDU) mit. Polizeipräsident Klaus Kandt blickte verhalten optimistisch auf die sogenannte Revolutionäre-1.-Mai-Demonstration am Freitagabend in Kreuzberg und Neukölln: "Ich erwarte eine zahlenmäßig starke Veranstaltung, die aber in der Masse friedlich bleiben wird." Mit Randalierern von außerhalb sei kaum zu rechnen. "Wir haben keine überregionale Mobilisierung wahrgenommen." Die Polizei vermute eher, dass einzelne gewaltbereite Demonstranten nach Hamburg fahren und nicht in Berlin bleiben. "Von daher ist die Prognose ganz günstig."

Zur abendlichen Demonstration am Mai-Feiertag werden 20.000 bis 30.000 Teilnehmer erwartet. Insgesamt wird die Polizei rund um den 1. Mai fast 7000 Beamte im Einsatz haben.

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