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Börsenrally hat sich fortgesetzt

Beste Dax-Woche seit 2011

  • Veröffentlicht: 23.10.2015
  • 19:18
  • dpa
dpa

11.000-Punkte-Marke zum Greifen nah

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Die Aussicht auf massenhaft Notenbankgeld hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag erneut befeuert und dem Dax die beste Börsenwoche seit mehr als viereinhalb Jahren beschert. Zusätzlich zum tags zuvor ausgesandten Signal der Europäischen Zentralbank, die geldpolitischen Zügel im Dezember womöglich weiter zu lockern, lieferte nun Chinas Notenbank neuen Treibstoff. Wegen der dortigen Konjunktursorgen wurden die Leitzinsen gesenkt.

Das deutsche Börsenbarometer schnellte letztlich um 2,88 Prozent auf 10.794,54 Punkte nach oben und erzielte einen Wochengewinn von 6,8 Prozent. Ein noch kräftigeres Plus hatte es im Dax zuletzt im Februar 2011 gegeben. Der Index der mittelgroßen Werte MDax rückte am Freitag um 2,59 Prozent auf 20.918,18 Zähler vor und der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,97 Prozent auf 1.820,52 Punkte.

Die Aktivitäten der Notenbanken setzten zudem den Kurs des Euro unter Druck, der seit Donnerstagmittag rund 3 Cent auf gut 1,10 US-Dollar einbüßte. Ein schwächerer Euro verleiht den Aktien hierzulande zusätzlichen Rückenwind, da er heimischen Firmen den Export erleichtern kann.

Autoaktien unter den Gewinnern

Unter den Einzelwerten zählten die Autoaktien angesichts des schwächeren Euro zu den größten Gewinnern im Dax. Die Papiere von Volkswagen, BMW und Daimler verteuerten sich jeweils um mehr als 3 Prozent. Im MDax zogen die Aktien des Flugzeugbauers Airbus ebenfalls angetrieben vom schwachen Euro um knapp 5 Prozent an.

Die Aktien von HeidelbergCement stiegen ebenfalls um knapp 5 Prozent. Der Zementhersteller muss sich für die geplante Übernahme des Wettbewerbers Italcementi weniger Geld leihen als ursprünglich gedacht.

Einziger Verlierer im deutschen Leitindex waren mit einem Minus von etwas weniger als 2 Prozent die Anteilsscheine des Dünger- und Salzproduzenten K+S. Einem Händler zufolge drückte die Sorge um schwächelnde Preise für Kalidünger auf die Stimmung. Die großen Verbraucher in China und Indien drängten wohl auf Preisabschläge.

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