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Nach Einschätzung eines Handelsexperten

"Brexit" schadet deutscher Exportwirtschaft

  • Veröffentlicht: 13.02.2016
  • 11:45
  • dpa
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Laut der britischen Handelskammer hätte der "Brexit" einen negativen Einfluss auf die deutsche Exportwirtschaft.

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Ein "Brexit" würde nach Einschätzung eines Handelsexperten vor allem der deutsche Exportwirtschaft schaden. "Das trifft die deutsche Automobilindustrie an allererster Stelle, dann die weiße Ware, sehr viele Finanzdienstleistungen, die Bankenwelt", sagte der Geschäftsführer der Britischen Handelskammer in Deutschland, Andreas Meyer-Schwickerath, der Deutschen Presse-Agentur. "Sprich: Die ganze deutsche Wirtschaft, die Export beziehungsweise mit London Geschäfte betreibt." Mit "Brexit" wird ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der EU bezeichnet.

Nachteile auch für britische Wirtschaft

Für den Finanzplatz London schließt der Experte zwar Vorteile nicht aus - weil die Metropole "einen unabhängigeren Status erhält". Und auch der britische Binnenmarkt könne durchaus von einem "Brexit" profitieren. Insgesamt würden allerdings auch für die britische Wirtschaft die Nachteile überwiegen: "Vorteile sehe ich allenfalls darin, dass die politische Abstimmung nicht mehr über die EU läuft, sondern Großbritannien alleine handeln kann in vielen Dingen", sagte Meyer-Schwickerath.

Die deutsch-britische Handelsbilanz bei Waren und Dienstleistungen betrug 2014 nach Angaben der Bundesbank 177 Milliarden Euro.

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