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Ausweitung des Einsatzes

Bundeswehr will sich im unruhigen Nord-Mali beteiligen

  • Veröffentlicht: 18.10.2015
  • 09:46 Uhr
  • dpa
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Ursula von der Leyen hat eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes auf den umkämpften Norden Malis angekündigt.

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali auf den umkämpften Norden des Landes angekündigt. Dringend benötigt würden in dem afrikanischen Staat "Einsatzkräfte, die aufklären, wo sich in diesem riesengroßen Land Terrorgruppen und Milizen bewegen", sagte die CDU-Politikerin der "Bild am Sonntag". "Aktuell übernehmen die Niederlande diese Arbeit. Da kann die Bundeswehrmit ihren hohen Aufklärungsfähigkeiten ab Frühjahr 2016 entlasten."

Robustes Mandat gefordert

Wie viele Soldaten dafür zusätzlich nach Mali geschickt werden müssten, sagte die Ministerin nicht. Erst werde eine weitere Erkundungsmission entsendet, zudem würden Gespräche mit den Niederlanden und den Vereinten Nationen (UN) geführt. Die UN schützen das Friedensabkommen in dem Land mit der Minusma-Mission. Dazu wolle die Bundeswehr ihren Beitrag leisten. Von der Leyen fügte an: "Die Region um Gao ist gefährlich. Klar ist: Unsere Soldaten müssen sich schützen können und brauchen deshalb ein robustes Mandat."

Bisher ist die Bundeswehr mit 200 Soldaten an einer EU-Ausbildungsmission im relativ sicheren Süden des Landes beteiligt. An Minusma nehmen derzeit nur neun deutsche Soldaten im Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako teil. Der Einsatz der Blauhelmsoldaten im Norden Malis ist deutlich gefährlicher als die Ausbildungsmission im Süden.

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