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China: Erneut schlechte Wirtschaftsdaten

Chinas Wachstum bröckelt

  • Veröffentlicht: 24.03.2015
  • 10:02 Uhr
  • dpa
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Die Serie schlechter Wirtschaftsdaten aus China reißt nicht ab. Chinas Wachstum flaut weiter ab.

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Die Stimmung in den Chefetagen chinesischer Industrieunternehmen hat sich gemessen am viel beachteten HSBC-Einkaufsmanagerindex im März überraschend stark eingetrübt. Der Index für die verarbeitende Industrie fiel nach der am Dienstag vorgelegten ersten Schätzung mit 49,2 Punkten auf den tiefsten Stand seit fast einem Jahr und zudem unter die Schwelle, die auf ein aktuelles Wachstum der Wirtschaft hindeutet.

Im Februar war der Indikator noch auf 50,7 Punkte gestiegen. Experten hatten im März einen Rückgang auf lediglich 50,5 Punkte erwartet. An den chinesischen Börsen wurde der Index mit Enttäuschung aufgenommen. Der CSI-Index fiel zeitweise um mehr als zwei Prozent.

Wachstum flaut weiter ab

Seit Beginn des Jahres sind viele Konjunkturdaten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt enttäuschend ausgefallen. Volkswirte verweisen vor allem auf eine schwache Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze. Laut Experten der französischen Bank Societe Generale deuten die Finanzierungsbedingungen auf eine weitere Abschwächung bei den Investitionen hin.

Die chinesische Regierung plant für dieses Jahr ein Wachstum von etwa sieben Prozent - es wäre der schwächste Anstieg seit Anfang der 90er-Jahre. Experten gehen davon aus, dass sie dieses politisch gesetzte Ziel auch erreichen wird. Doch wie es der Wirtschaft wirklich geht, ist aus den offiziellen Zahlen kaum abzulesen.

Erhebliche Immobilienmarkt-Risiken

Die Versuche der Regierung, die Exportabhängigkeit des chinesischen Wachstumsmodells zu verringern, könnten sich als Gratwanderung zwischen einer kontinuierlichen Abschwächung der Wachstumsraten und einer harten Landung entpuppen.

Gerade auf dem Immobilienmarkt bestehen noch erhebliche Risiken. Jüngste Lockerungsmaßnahmen der Zentralbank haben wenig an der knappen Liquidität im Bankensektor geändert. So teilte das Finanzministerium erst am Dienstag mit, dass die Verkäufe von Land im vergangenen Jahr um ein Viertel eingebrochen sind.

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