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Konjunktur erholt sich

Draghi sieht erste Erfolge der EZB-Geldschwemme

  • Veröffentlicht: 11.03.2015
  • 10:38 Uhr
  • dpa
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Mario Draghi, der Präsident der EZB, sieht erste Zeichen eines Aufschwungs in der Eurozone. Am Montag hatte die EZB mit dem Kauf von Staatsanleihen im freien Handel begonnen. 

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Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat das breitangelegte Kaufprogramm von Anleihen durch die Notenbank erneut verteidigt und auf Vorteile der milliardenschweren Geldschwemme verwiesen. Zuletzt habe es Hinweise für eine breite konjunkturelle Erholung in der Eurozone gegeben, sagte Draghi am Mittwoch auf einer Konferenz in Frankfurt. Die geldpolitischen Maßnahmen der EZB hätten den Aufschwung sicherlich gestützt. Außerdem schütze das Kaufprogramm die Mitgliedstaaten vor Ansteckungsgefahren durch die Schuldenkrise in Griechenland, so Draghi.
Der Notenbankchef versicherte einmal mehr, dass sich das aktuelle Kaufprogramm der EZB im Rahmen der bestehenden Regelungen bewegt. Die Maßnahme sei kraftvoll und habe bereits erste Ergebnisse gezeigt. Draghi verwies außerdem auf jüngste Entwicklungen am Markt für europäische Staatsanleihen. Durch das Kaufprogramm der EZB befinden sich die Kurse der Staatsanleihen im Höhenflug. Im Gegenzug fallen die Renditen auf Rekordtiefs.

Selbst bei Anleihen angeschlagener Euroländer wie Spanien oder Italien näherten sich die Renditen im zehnjährigen Bereich der Marke von 1,0 Prozent und fielen damit ebenfalls auf neue Rekordtiefs. Draghi verwies darauf, dass die Zinssätze weiter fallen, obwohl sich die Schuldenkrise in Griechenland in den vergangenen Tagen wieder deutlich verschärft hatte.
Am Montag hatte die EZB mit dem Kauf von Staatsanleihen im freien Handel begonnen. Bis September 2016 sollen insgesamt Wertpapiere in einem Volumen von 60 Milliarden Euro pro Monat gekauft werden, wobei der Anteil der öffentlichen Papiere bei etwa 47 Milliarden Euro liegen soll. Mit der Maßnahme will die Notenbank die Wirtschaft ankurbeln und die gefährlich niedrige Inflation nach oben treiben

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