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Nordhessen

Drei Tote bei Absturz von Wartungsgondel an Sendeturm

  • Veröffentlicht: 03.09.2019
  • 12:33
  • dpa
dpa

Tragischer Unfall bei Wartungsarbeiten: An einem Sendemast stürzt eine Gondel aus großer Höhe ab, die Insassen sterben.

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Beim Absturz einer Wartungsgondel an einem Sendeturm in Nordhessen sind drei Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen stürzte die Gondel am Dienstag gegen 9.15 Uhr an der Sendeanlage "Hoher Meißner" im Werra-Meißner-Kreis aus rund 50 Metern ab. Die Ursache dafür war laut Polizei zunächst unklar.

Das Amt für Arbeitsschutz und Sicherungstechnik des Regierungspräsidiums Kassel habe die Ermittlungen übernommen. Die Unglücksstelle sei abgesperrt worden. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden mehrere Menschen Zeugen des Absturzes der drei Gondel-Insassen. Notfallseelsorger seien vor Ort, um sie zu betreuen.

Der Hohe Meißner ist ein Mittelgebirge, das gut 30 Kilometer südöstlich von Kassel im Werra-Meißner-Kreis liegt. Er gilt als beliebtes Ausflugsziel. Der "Sender Hoher Meißner" ist ein wichtiger Sendestandort des Hessischen Rundfunks.

Nach einem Bericht von "hessenschau.de", dem Online-Portal des Hessischen Rundfunks, war eine Firma mit den Wartungsarbeiten beauftragt worden. Die Sendeanlage wurde 1955 in Betrieb genommen. Der hr strahlt darüber sein Fernseh- und sein Radioprogramm aus. Die Anlage besteht derzeit aus drei Masten, die bis zu 220 Meter hoch sind. Der Unfall ereignete sich nach ersten Erkenntnissen an dem höchsten der drei Sendemasten.

"In Gedanken bei den Angehörigen"

Der Hessische Rundfunk zeigte sich von dem Unglück betroffen. "Mit Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod der drei Arbeiter am Sender #HoherMeißner aufgenommen", twitterte er. "Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen. Unsere Kollegen sind auf dem Weg zum Unglücksort. Sobald wir mehr Infos haben, werden wir sie veröffentlichen."

Der Hessische Rundfunk hatte Ende August mitgeteilt, dass an der Sendeanlage "Hoher Meißner" eine neue Antenne aufgebaut wird. Die Arbeiten sollten bis Ende September dauern. Ob der Unfall damit zusammenhängt, war unklar.

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