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Mehr ältere Menschen und Singles

Edeka Südwest: Lebensmittelhandel braucht kleinere Größen

  • Veröffentlicht: 27.05.2015
  • 11:22 Uhr
  • dpa
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Der Lebensmittelhändler Edeka Südwest bekommt ein verändertes Einkaufsverhalten zu spüren und fordert die Industrie zum Umdenken auf. Die steigende Zahl älterer Menschen und Alleinstehender mache sich am Supermarktregal zunehmend bemerkbar, sagte Edeka-Direktor Harald Rissel.

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Der Lebensmittelhändler Edeka Südwest bekommt ein verändertes Einkaufsverhalten zu spüren und fordert die Industrie zum Umdenken auf. Die steigende Zahl älterer Menschen und Alleinstehender mache sich am Supermarktregal zunehmend bemerkbar, sagte Edeka-Direktor Harald Rissel im badischen Offenburg der Deutschen Presse-Agentur. Die Hersteller müssten sich auf diesen gesellschaftlichen Wandel einstellen. Edeka Südwest mit seinem Verkaufsgebiet Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Südhessen und Bayern reagiere auf den Trend mit einem veränderten Warensortiment. Ins Regal kommen unter anderem kleinere Größen.
"Der klassische Großeinkauf für die ganze Familie, der über Jahrzehnte das Einkaufsverhalten geprägt hat, wird immer seltener", sagte Rissel, der Sprecher der Geschäftsführung von Edeka Südwest ist. Auch bestimmten vielerorts Senioren und Singles den Markt. Diese kämen mehrfach, kauften dafür geringe Mengen.

Zweiteilung in Supermärkten
"Wir stellen unser Warensortiment entsprechend um, sind dabei aber auf die Hilfe der Industrie angewiesen." Dort liege der Fokus oft noch auf größeren Verpackungseinheiten. Dies gehe an den Bedürfnissen der Kunden jedoch häufig vorbei. Rissel appellierte an die Industrie, dem Wunsch des Verbrauchers Rechnung zu tragen. "Alleine schon aus dem Grund, dass wir nicht Lebensmittel verkaufen wollen, die dann nicht konsumiert und weggeworfen werden."
In den Supermärkten gebe es zunehmend eine Zweiteilung, sagte Rissel: "Wir haben in den Städten viele Menschen, die alleine leben und nur für sich einkaufen. Und auf dem Land haben wir zunehmend ältere und alte Menschen." Es gebe eine insgesamt älter werdende Gesellschaft und die Entwicklung, dass immer mehr Menschen das urbane Umfeld suchten und in die Stadt ziehen.

Wohnortnahe Versorgung weiter wichtig
"Einkaufsmärkte in ländlichen Regionen haben es zunehmend schwer, weil ihnen Kunden und damit Umsätze fehlen." Edeka Südwest versuche aber alles, eine wohnortnahe Versorgung weiter aufrechtzuerhalten. So seien Händler auf dem Land bereit zu Extra-Dienstleistungen, indem sie beispielsweise betagten Menschen den Einkauf nach Hause bringen. "Das ist ein Zuschussgeschäft. Aber wir sehen dies als Verpflichtung unseren treuen und langjährigen Kunden gegenüber." Edeka unterscheide sich auch damit von Discountern.
Edeka Südwest mit Sitz in Offenburg beliefert und betreibt nach eigenen Angaben insgesamt rund 1350 Lebensmittelmärkte im deutschen Südwesten, rund 1000 davon werden von etwa 540 selbstständigen Kaufleuten geleitet. 2013 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 8 Milliarden Euro, es beschäftigt mehr als 43.500 Mitarbeiter sowie 3000 Auszubildende. Zahlen für 2014 gibt es Mitte Juni bekannt.

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