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Explosion vor Partei-Büro in Sachsen

Festnahmen nach Anschlag auf AfD-Büro

  • Veröffentlicht: 04.01.2019
  • 14:10
  • dpa
Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

In den vergangenen Wochen gab es zunehmend politisch motivierte Angriffe auf AfD-Büros in Sachsen. Einen Tag nach dem jüngsten Anschlag wurden drei Tatverdächtige gefasst.

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Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro im sächsischen Döbeln sind drei Tatverdächtige festgenommen worden. Dabei handele es sich um drei Deutsche im Alter von 29, 32 und 50 Jahren, wie das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) in Dresden am Freitag mitteilte. Nähere Angaben etwa zum Umfeld der mutmaßlichen Täter oder zum Motiv machte die Behörde nicht. Auch zur Art des Sprengstoffes wollte sich das LKA unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht äußern.

Die Explosion ereignete sich am Donnerstag um 19.20 Uhr vor dem Parteibüro. Am Gebäude entstanden erhebliche Schäden an der Tür und an der Fensterscheibe, wie das LKA weiter mitteilte. Verletzt wurde niemand. Im Büro seien Werbematerialien in Brand geraten. Das Feuer konnte gelöscht werden. Auch ein Nachbarhaus und zwei vor dem Gebäude geparkte Transporter wurden beschädigt.

"Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie"

In den zurückliegenden Wochen habe es eine Zunahme von politisch motivierten Angriffen auf AfD-Büros in Sachsen gegeben, so das LKA. Dabei habe es sich vorwiegend um Sachbeschädigungen an den Gebäuden gehandelt. Der Anschlag auf das AfD-Büro in Döbeln sei insofern eine Besonderheit, da durch die Explosion die Schädigung von Menschen bewusst in Kauf genommen worden sei.

Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) verurteilte die Tat. Für den Anschlag gebe es keine Legitimation, schrieb Dulig bei Twitter. "Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern."

"Wir haben es hier mit einer ganz neuen Qualität von Gewalt gegen Vertreter der Politik zu tun", sagte Innenminister Roland Wöller (CDU). Der Staat werde dies nicht hinnehmen und mit aller Härte und rechtsstaatlichen Mitteln dagegen vorgehen.

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