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Bürgerkrieg außer Kontrolle

Gang-Mitglieder aus Los Angeles kämpfen in Syrien

  • Veröffentlicht: 05.03.2014
  • 12:45
  • mre, N24
Screenshot/memritv.org

Der syrische Bürgerkrieg zieht Kämpfer aus aller Welt an. Islamisten kämpfen in Syrien für einen Gottesstaat. Der deutsche Verfassungsschutz warnte kürzlich vor Extremisten, die aus dem Syrien-Krieg nach Deutschland zurückkehren könnten. "Wir haben zu etwa einem Dutzend dieser Personen Erkenntnisse, dass sie sich aktiv am bewaffneten Kampf in Syrien beteiligt haben", erklärte der Präsident des Bundesverfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen.

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Doch offenbar gibt es auch westliche Ausländer, die für die andere Seite in den Krieg ziehen und Baschar al-Assad unterstützen. Die "Washington Post" berichtet über zwei Männer aus Los Angeles, die sich Assads Truppen angeschlossen haben sollen. Ein Video zeigt die beiden im syrischen Bürgerkrieg mit Gewehren bewaffnet. Sie stehen hinter einer brüchigen Mauer und feuern durch eine Scharte auf das, was sie die "enemigos" nennen. Ob das Video tatsächlich in Syrien aufgenommen wurde, ist nicht zu überprüfen. Allerdings deutet die Szenerie darauf hin.

"Wino" und "Creeper", wie sich die Männer selbst bezeichnen, behaupten Gang-Mitglieder aus Los Angeles zu sein. "Creeper" gibt an, den "Surenos" anzugehören und zeigt seine angeblichen Gang-Tattoos. "Wino" behauptet zur "Westside Armenian Power" zu gehören. Millionen armenischer Christen sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs aus Syrien geflohen. Viele von ihnen gelten als Unterstützer Assads. Wie genau "Wino" in Verbindung mit der christlichen Minderheit steht, ist nicht bekannt.

Beide Männer machen in dem Video keine Angaben, warum sie nach Syrien gezogen sind. "Wir sind in Syrien Kumpel, an vorderster Front Kumpel, an vorderster Front Kumpel", sagt "Wino".

Sollte das Video echt sein, ist es ein erschreckendes Dokument über die Anarchie in Syrien, die Tausende kriegslustige Männer aus der ganzen Welt anlockt.

In Syrien verläuft der Bürgerkrieg auch entlang der Glaubensgrenzen. Der seit rund drei Jahren währende Aufstand wird vor allem von Sunniten getragen. Assad gehört der Religionsgemeinschaft der Alawiten an, einer Abspaltung von den Schiiten. An seiner Seite kämpfen schiitische Hisbollah-Milizionäre. Die Hisbollah wiederum erhält Unterstützung vom Iran. Tausende von irakischen und libanesischen Schiiten sollen an der Seite von Assad kämpfen. Ebenso wie Iraner, Russen und eine kleinere Zahl von Afghanen und Pakistanis.

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