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Milde Temperaturen und klarer Himmel

Gutes Wetter zur Sternschnuppennacht erwartet

  • Veröffentlicht: 11.08.2015
  • 10:51
  • dpa
dpa

In der Nacht zum Donnerstag wird der Höhepunkt des Sternschnuppenstroms der Perseiden erwartet. Dabei verspricht der Wetterdienst meistens gute Aussichten.

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Gute Aussichten für Himmelsgucker: Für die Sternschnuppennacht von Mittwoch auf Donnerstag sagen Meteorologen milde Temperaturen und einen weitgehend freien Blick voraus. "Die Gewitteraktivität hat in der Nacht ihren tiefsten Punkt", kündigte ein Experte vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag an. Einzig im Südwesten und Teilen Ostdeutschlands könnten Quellwolken die Sicht auf die Sternschnuppen stören. Insgesamt sei das Wetter für das Himmelschauspiel aber ordentlich. "In manchen Regionen sind auch tropische Nächte mit mehr als 20 Grad möglich."

Wer besonders aufmerksam nach oben schaut, kann sich bis zu 30 Mal in der Stunde etwas wünschen: In den nächsten Tagen regnet es Sternschnuppen vom Himmel. Der Höhepunkt ist in der Nacht zum Donnerstag zu erwarten, wie Astronomen ankündigen. Grund für das Phänomen ist der Meteorstrom der Perseiden. Das sind abgelöste Stückchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle.

"Der Sternschnuppenschauer kommt dadurch, dass die Erde durch die Flugbahn des Kometen hindurchfliegt", erklärt Astronom Andreas Hänel, der das Planetarium in Osnabrück leitet. Der Komet verliere auf seiner Bahn Staubkörner, die dann in der Erdatmosphäre verglühten. Astronomen sprechen von Perseiden, weil die Sternschnuppen dem Sternbild Perseus zu entströmen scheinen.

Bis zu 30 Stück pro Stunde beobachtbar

In dessen Richtung müssen Nachtschwärmer deswegen aber nicht unbedingt schauen: "Die sind am ganzen Himmel zu sehen", sagt Hänel. "Am besten sieht man sie in der zweiten Nachthälfte, weil Europa dann in die Flugrichtung der Erde schaut." Der Effekt: Die Sternschnuppen kommen quasi von vorne. 20 bis 30 Stück pro Stunde können Laien dem Experten zufolge sehen - tatsächlich dürften etwa 60 unterwegs sein.

Sternschnuppen bereits am Dienstag zu sehen
Mancherorts gibt es sogar ein Public Viewing zum Himmelsschauspiel: In den Rheinauen bei Bonn werden dazu etwa Liegen aufgestellt und Hintergrundmusik aufgelegt.

Tatsächlich hängt aber nicht alles von dieser einen Nacht ab: Auch in den Nächten davor und danach seien Sternschnuppen zu sehen, erläutert Astronom Hänel. Und wie schaut es sich am besten? "Man sollte sich einen dunklen Ort suchen", rät er.

Regional gibt es allerdings besonders geeignete Stellen: Vor Jahren entdeckte Hänel beispielsweise den kleinen Ort Gülpe im Havelland 70 Kilometer westlich von Berlin als einen der dunkelsten Orte Deutschlands. Der Naturpark Westhavelland wurde im Februar 2014 von der International Dark Sky Association (IDA) zum ersten deutschen Sternenpark ernannt. Auch die Rhön eignet sich Experten zufolge wegen ihrer relativ dünnen Besiedlung gut zum Sternschnuppen-Beobachten, weil wenig andere Lichter stören.

Wer die Perseiden trotzdem verpasst, hat dieses Jahr aber noch mal die Chance auf ein Himmelsspektakel. "Es ist nicht der intensivste Sternschnuppenschauer", sagt Astronom Hänel. "Den haben wir mit den Geminiden am 14. Dezember." Die hätten allerdings einen Haken: "Da legt sich niemand so gern raus."

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