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Nicht "ewig in der Opposition"

Gysi: Kompromisse für Rot-Rot-Grün

  • Veröffentlicht: 29.05.2015
  • 13:13
  • dpa
dpa

Gregor Gysi will seine Partei in der nächsten Bundesregierung sehen. Dafür soll die Linke nun mehr Kooperationsbereitschaft zeigen.

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Linke-Fraktionschef Gregor Gysi drängt seine Partei, für die Zeit nach der Bundestagswahl 2017 eine rot-rot-grüne Koalition vorzubereiten. Die Linke solle schon jetzt beginnen, mit SPD und Grünen über eine Mitte-Links-Regierung zu sprechen, sagte er der Berliner "Tageszeitung" (taz/Samstag). Für eine Regierungsbeteiligung müsse die Linke bereit sein, Kompromisse einzugehen. "Klar ist, dass wir in einer Koalition nicht alle Ziele durchbekommen."

"Wir kommen nicht über 10 Prozent hinaus, wenn wir sagen: Die Linke will ewig in der Opposition bleiben", betonte Gysi.Es sei zwar richtig, dass sich die Linke strikt gegen Kriegseinsätze ausspreche. "Wir könnten aber darüber reden, um welche Einsätze es vor allem geht." Die größten Konfliktpunkte mit Rot-Grün sieht Gysi in der Steuerpolitik. Schneller einigen könne sich die Linke mit SPD und Grünen in der Außenpolitik, so der Fraktionschef.

Beim Parteitag wird erwartet, dass sich Gysi in einer Rede zu seiner Zukunft äußern wird. Dem Vernehmen nach ist in der Partei offen, ob er Fraktionsvorsitzender bleiben oder sich zurückziehen will. Im Herbst wählt die Linke im Bundestag einen neuen Vorstand. Eine Aussprache der über 500 Delegierten über eine mögliche Ankündigung Gysis, nicht wieder für den Posten des Fraktionschefs zu kandidieren, ist laut Tagesordnung nicht geplant.

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